Schwacher Euro: Kleidung und Schuhe werden teurer

Schwacher Euro: Kleidung und Schuhe werden teurer

Rund 70 Prozent der hierzulande verkauften Kleidung kommt aus Asien - und weil dort mit dem starken Dollar gehandelt wird, müssen Modehäuser nun die Preise um bis zu zehn Prozent erhöhen.

Der schwache Euro wird nach Einschätzung der deutschen Branche Kleidung und Schuhe in den kommenden Monaten teurer machen. "Textil ist ein klassisches Importprodukt", sagte der Chef des Bielefelder Modedienstleisters Katag, Daniel Terberger, der Tageszeitung "Die Welt".

Weil in den Einkaufsländern in Asien entweder in Dollar gehandelt werde oder die jeweilige Landeswährung an den Dollar gekoppelt sei, schlage die anhaltende Euroschwäche voll durch. Preiserhöhungen seien daher dringend nötig.

Zur möglichen Höhe wollten sich deutsche Verbände und Unternehmen nicht konkret äußern. In der Branche sei aber von bis zu zehn Prozent die Rede, schreibt die "Welt".

70 Prozent kommen aus Asien

Nach Angaben des Modeindustrieverbands German Fashion liegen sieben der zehn wichtigsten Importländer in Asien. Das mit Abstand größte Lieferland für Deutschland ist demnach China, gefolgt von Bangladesch, Indien und Vietnam. Entsprechend heftig wirke die Abwertung des Euro, sagte der Hauptgeschäftsführer von German Fashion, Thomas Rasch, der Zeitung: "Es muss daher teurer werden." Zwar habe sich die Mehrzahl der Unternehmen gegen Währungsschwankungen abgesichert. Die Laufzeit sei aber begrenzt.

Die Ware für den anstehenden Sommer ist längst bestellt, die für Herbst ebenfalls zu großen Teilen. "Danach aber dürfte die Abwertung des Euro voll durchschlagen", sagte Jürgen Dax, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des deutschen Textileinzelhandels (BTE). "Bei der nächsten Winter- und Frühjahrskollektion wird es daher Preisanhebungen geben."

Steuertipps

So funktioniert die Steueramnestie für Russen mit Auslandsvermögen

Wirtschaft

Waschmaschine an Amazon: Ich brauche Waschpulver!

Wirtschaft

Neue Jahreszeit bei der Bank Austria: Vivaldi tritt als Vorstand ab