Diesel-Affäre: VW stinkt nicht alleine

Volkswagen hat betrogen. Das steht fest. Wie hoch die tatsächliche Umweltbelastung ist, darüber streiten Experten. FORMAT hat nachrechnen lassen. Mit überraschendem Ergebnis.

Diesel-Affäre: VW stinkt nicht alleine

Die von der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA verkündete Überschreitung der gesetzlichen Grenzwerte um das "bis zu 50-Fache" spiegelt nicht den durchschnittlichen Ausstoß wider, sondern beschreibt Spitzenwerte, die während der Tests erreicht wurden. Im automobilen Fahralltag stoßen die betroffenen VW-Modelle daher nicht, wie behauptet, 1,5 Gramm NO X pro Kilometer aus, sondern je nach Modell "nur" zwischen 0,3 und 0,65 Gramm. Das ist immer noch mehr, als es der Gesetzgeber vorsieht.

In Summe dürften global gegenüber den maximal zulässigen Emissionswerten nicht mehr als 40.000 Tonnen NO X in die Umwelt gelangt sein. Das sind gerade einmal vier (!) Prozent dessen, was EPA und Greenpeace VW vorwerfen.

Auto-Anteil am NO X

Im österreichischen Emissionshaushalt zeichnet der Pkw für etwa 15 Prozent der Stickoxidabgase verantwortlich. Der Mehrausstoß in Österreich, der durch den Abgasbetrug bei VWs Dieselmodellen verursacht wurde, liegt unter der Wahrnehmungsschwelle: Rein rechnerisch dürfte in Österreich durch VW der NO X-Level um 0,00028 Prozent gestiegen sein.

NOX auf dem Prüfstand

Ein vom ADAC durchgeführter Test holte 52 Dieselfahrzeuge nach Abgasnorm Euro 5 und weitere 40 nach Abgasnorm Euro 6 auf den Prüfstand, um sie im neuen Testzyklus WLTC zu untersuchen. Dieser Test soll reale Fahrbedingungen widerspiegeln und weniger "synthetisch" sein als bisherige Messverfahren. Das Ergebnis -sowohl bei Euro 5 als auch bei Euro 6 - wirft kein gutes Licht auf die Automobilbranche: Nur eine Handvoll Modelle blieb unter den gesetzlichen Grenzwerten.

Lesen Sie den ganzen Artikel in Format Nr. 47/2015
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