Deutschland: Steuerschätzung sagt Milliarden-Mehreinnahmen voraus

Deutschland: Steuerschätzung sagt Milliarden-Mehreinnahmen voraus

Die Steuereinnahmen sprudeln wie nie zuvor: Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble darf sich auch heuer auf einen Geldregen freuen.

Die gute Konjunktur und der robuste Arbeitsmarkt bescheren dem deutschen Finanzminister Steuereinnahmen in Rekordhöhe. Und damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Berlin. Der deutsche Bund und Länder können dem "Handelsblatt" zufolge auf höhere Steuereinnahmen als bisher vorhergesagt hoffen. Laut Vorlage des Bundesfinanzministeriums für die am Dienstag beginnende Steuerschätzung dürfte der Staat 2015 sieben bis acht Milliarden Euro mehr einnehmen als die im November prognostizierten knapp 641 Milliarden Euro.

Der anziehende Konsum treibt demnach die Steuereinnahmen aus der Umsatzssteuer sowie aus den Lohnkosten. Der niedrige Ölpreis bringt Unternehmen geringere Kosten bei gleichzeitig steigenden Gewinnen. Für den Staat bedeutet dies ebenso Mehreinnahmen bei der Körperschaftssteuer, die stärker wächst als die Einkommenssteuer.

Grund sei vor allem die gute Konjunktur und der robuste Arbeitsmarkt. Auch für die Jahre 2016 bis 2019 erwarte das Finanzministerium Einnahmen, die um sieben bis acht Milliarden Euro über der letzten Prognose lägen. 2019 könne der Fiskus dann auf rund 768 Milliarden Euro hoffen, 124 Milliarden mehr als 2014.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet im kommenden Jahr um Mehreinnahmen bei Steuern in der Höhe von 2,6 Milliarden Euro, schätzt DIW-Finanzexpertin Kristina van Deuverden. Vorige Woche hat das DIW seine Schätzung zum Wirtschaftswachstum in Detuschland mit 2,1 Prozent angegeben. Schäubles Ministerium erwartet für 2015 ein Wachstum von 1,8 Prozent.

Ab Dienstag tagt in Deutschland der Arbeitskreis für Steuerschätzungen. Ihm gehören rund drei Dutzend Experten von Bund, Ländern, Gemeinden, Wirtschaftsforschungsinstitute, Sachverständigenrat, Bundesbank und Statistischem Bundesamt an. Der Arbeitskreis berät mehrere Schätzvorschläge und entscheidet im Konsens. Ab Donnerstag sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden.

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