Von Amazon bis Zalando: Black Friday-Schnäppchen in Österreich

Von Amazon bis Zalando: Black Friday-Schnäppchen in Österreich

Black Friday in den USA: Schnäppchenjäger machen ihre Jahreseinkäufe.

In den USA ist der Black Friday - der Tag nach Thanksgiving - für den Handel der umsatzstärkste Tag des Jahres. Am 28. November ist es wieder so weit. Händler locken mit Sonderangeboten und Rabatten bis zu 90 Prozent. Auch in Österreich kommt der Trend an. Apps und Websites, mit denen Sie die besten Angebote finden.

Hysterische Schreie, unkontrollierbare Menschenmassen, sogar vereinzelt Prügeleien zwischen überfüllten Regalen – was auf Europäer wirkt wie Szenen aus einem apokalyptischen Zombie-Film, das ist für US-Amerikaner seit Jahrzehnten ein alljährlich wiederkehrendes Konsum-Ritual: Am sogenannten „Black Friday“, dem Freitag zwischen dem Feiertag Thanksgiving und dem darauffolgenden Wochenende, sind diverse Produkte in den Shoppingzentren drastisch reduziert – und ziehen somit am Fenstertag die Massen in die Shopping Malls.

Heuer fällt der Black Friday auf den 28. November. Für den US-Handel ist es der umsatzstärkste Tag des Jahres, der zudem als Startschuss für das wichtige Weihnachtsgeschäft gesehen wird. Daher rührt auch die mögliche Wortherkunft des Shoppinng–Events: Denn wer zuvor rote Zahlen schrieb, dessen Bilanz soll spätestens am Black Friday schwarz werden; manche Händler sollen zudem vom vielen Geldzählen schwarze Hände haben. Eine andere Theorie zur Namensgebung sieht eine Verbindung zum „Schwarzen Freitag“, dem Börsencrash von 1929: So wie sich damals die Menschen vor den Banken tummelten, so raufen sie sich heute vor den Filialen der Handelskette WalMart.

Alle Jahre wieder: Shopping-Wahnsinn am Black Friday

Auch im deutschen Sprachraum ist das Shopping-Event angekommen, außerdem gibt es im Web einige günstige Schnäppchen zu ergattern – das ist deutlich stressfreier als das Gedränge in den Geschäften. Nach Angaben der Website blackfridaysale.de hat der Trend im Vorjahr 1,2 Millionen Deutsche in nur 24 Stunden in die Läden gelockt.
Informationen zu den besten Schnäppchen im deutschen Sprachraum gibt es im Web unter den Adressen www.black-friday.de, www.blackfridaysale.at, www.mydealz.de/black-friday und www.preisjaeger.at.

Wer über US-amerikanische Web-Shops einkaufen möchte, der wird auf den Seiten www.blackfriday.com und www.bfads.net fündig. Mit buybuy.at, einem neuen Service der österreichischen Post, können sich hiesige Kunden problemlos besagte Waren von der anderen Seite des Atlantik liefern lassen - ohne jegliche Zoll- und Lieferschwierigkieten, versprechen die Anbieter auf ihrer Website.

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Von blackfridaysale.at gibt es außerdem eine iPhone-App, die die wichtigsten Schnäppchen in nahegelegenen Ladengeschäften auf einer Karte anzeigt. Die App von Black-Friday.de (für Android und iPhone) verlinkt auf Angebote in Web-Shops.

Laut blackfridaysale.at werden heuer unter anderem in den Online-Shops von XXXLutz, MediaMarkt, Douglas, Zalando, Lenovo, Saturn, Marionnaud, Otto und Tommy Hilfinger diverse Schnäppchen zu finden sein; black-Friday.de, preisjaeger.at und mydealz.de verlinken bereits jetzt auf diverse Schnäppchen – denn einige Händler haben die Rabattschlacht bereits vorzeitig eingeläutet.

Amazon-Angebote für eine Woche

So hat etwa der Online-Händer Amazon am Montag mit seinem „Cyber Monday“ eine Woche der Schnäppchen eingeläutet, bei der die ganze Palette des Amazon-Repertoires eingekauft werden kann – von Unterhaltungselektronik über Bücher bis zu Kleidung. Die Angebote sind allerdings jeweils nur wenige Stunden gültig und setzen den Einkäufer somit unter Zugzwang. Auch der Technik-Händler Conrad bietet mit der "Black Week" eine ganze Woche lang – von 24.11. bis 30.11. – täglich verschiedene Angebote, solange der Vorrat reicht.

Einen innovativen Ansatz hat auch die Website udemy.com, ein Anbieter von Online-Fortbildungskursen: Hier wurden Kurse zu Preisen von teils 300 Dollar vor einigen Tagen auf jeweils zehn Dollar herabgesetzt, nun werden die Kurse bis zum Black Friday jeden Tag um einen Dollar teurer und sind danach wieder zum üblich hohen Preis erhältlich. Das entspricht also in extremen Fällen einem Rabatt von 97 Prozent. Die Anbieter schaffen es mit diesen Angeboten, ihre Bekanntheit deutlich zu steigern – der Kunde profitiert davon, dass er günstig Fortbildungskurse kauft, die er bei Bedarf auch erst ein paar Monate später in Anspruch nimmt.

Und schließlich wird am Donnerstag auch das Videospiele-Netzwerk „Steam“ einem Bericht von rp-online.de zufolge schon am Donnerstag um 19 Uhr Wiener Zeit den Abverkauf diverser Computerspiele starten – teilweise um bis zu 80 Prozent reduziert. Spiele-Freaks dürften damit für die kalte Jahreszeit gut vorsorgen können.

Achtung: Preise vergleichen

Bei aller Shopping-Euphorie warnen Konsumentenschützer aber auch vor schwarzen Schafen, die sich mit scheinbar günstigen Angeboten einen billigen Werbegag erlauben. Denn bei vielen Händlern orientieren sich die Rabatt-Angaben an den unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) der Hersteller – allerdings liegen die tatsächlichen Preise auch im Alltag oft unter den Händler-Empfehlungen.

Hier zahlt es sich aus, einen Blick auf Preisvergleichs-Websites wie geizhals.at und idealo.de zu werfen – und vor allem einen kühlen Kopf zu wahren. Denn so vergänglich die Schnäppchen von Amazon und Zalando auch wirken mögen: Der nächste Abverkauf kommt so sicher wie das Amen im Gebet.

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