BIP-Vergleich: So wuchsen Europas Staaten im ersten Quartal

BIP-Vergleich: So wuchsen Europas Staaten im ersten Quartal

Das Wirtschaftswachstum der EU- und Eurostaaten im Vergleich: Welche Staaten wuchsen, welche schrumpften - und wie der "alte Kontinent" im Verhältnis zu den USA aufgestellt ist.

Die EU-Statistikbehörde Eurostat hat die BIP-Wachstumsraten der EU- und Eurozonen-Länder veröffentlicht. Laut offizieller Statistik wuchsen sowohl Eurozone als auch EU im Vergleich zum vorherigen Quartal um 0,4 Prozent; im vorherigen Quartal war das Wachstum in der Eurozone bei 0,3 Prozent, in der EU ebenfalls bei 0,4 Prozent gelegen.

Besser sehen die Zahlen aus, wenn man sie mit dem ersten Quartal des Jahres 2014 vergleicht: In Relation zum Vorjahresquartal wuchs die Wirtschaft der Eurozone um 1,0 Prozent, jene der 28 EU-Staaten um 1,4 Prozent. Vom Q4 2013 auf das Q4 2014 war das Wachstum nur bei 0,9, beziehungsweise 1,3 Prozent gelegen. Zum Vergleich ein Blick über den Atlantik: Die Wirtschaft der USA wuchs zwar bloß 0,1 Prozent vom Q4 2014 auf das Q1 2015, im Jahresvergleich zwischen dem ersten Quartal 2015 und der Vergleichsperiode des Vorjahres aber um drei Prozent.

Insgesamt sind das gute Nachrichten - denn die Wirtschaft in den 19 Ländern des Euro-Raums wuchs so kräftig wie zuletzt im Frühajhr 2013. In Deutschland, Österreichs wichtigstem Handelspartner, ist man aber besorgt, weil das BIP-Wachstum sich im Vergleich zum vierten Quartal 2014 halbiert hat - Schuld daran sind vor allem die schwächelnden Exporte (mehr dazu unter diesem Link). Da stärkste BIP-Wachstum im Vergleich zum ersten Quartal 2014 verzeichnet Rumänien mit einem Plus von 4,2 Prozent, gefolgt von Ungarn mit einem BIP-Plus von 3,1 Prozent. Im Vergleich zum vierten Quartal 2014 sind Rumänien und Zypern mit einem BIP-Wachstum von 1,6 Prozent gleichauf - sie sind zugleich die einzigen EU-Staaten, die ein Wachstum über ein Prozent verzeichnen können.

Ein schrumpfendes BIP im Vergleich zum vierten Quartal 2014 wird verzeichnet in Estland (-0,3 Prozent), Griechenland (-0,2 Prozent), Litauen (-0,6 Prozent) und Finnland (-0,1 Prozent). Österreichs BIP wird in der Eurostat-Statistik mit einem Plus von 0,1 Prozent angeführt - im Vergleich zum Q4 2015 ebenso wie im Vergleich zum Q1 2014. Frankreichs Bruttoinlandsprodukt stieg mit 0,6 Prozent überraschend kräftig und zugleich so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Auch Italiens Wirtschaft, die drei Jahre Stagnation hinter sich hat, wittert Morgenluft. Zwischen Mailand und Palermo ging es um 0,3 Prozent bergauf. Dies war das stärkste Wachstum seit Mitte 2013.

BIP-Wachstum im ersten Quartal 2015
Land Im Vergleich zu Q4 2014 Im Vergleich zu Q1 2014
Eurozone 0.4 1.0
EU 0.4 1.4
Belgien 0.3 0.9
Bulgarien 0.9 2.0
Deutschland 0.3 1.0
Estland -0.3 1.8
Griechenland -0.2 0.3
Spanien 0.9 2.6
Frankreich 0.6 0.7
Italien 0.3 0.0
Zypern 1.6 0.2
Lettland 0.4 2.1
Litauen -0.6 1.5
Ungarn 0.6 3.1
Niederlande 0.4 2.4
Österreich 0.1 0.1
Portugal 0.4 1.4
Rumänien 1.6 4.2
Slowakei 0.8 2.9
Finnland -0.1 -0.1
Vereinigtes Königreich 0.3 2.4
Vergleichswert: USA 0.1 3.0
Quelle: Eurostat

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