Der bittere Beigeschmack des niedrigen Ölpreises

Der bittere Beigeschmack des niedrigen Ölpreises

Im Minus: Fast alle Erdöl produzierenden Länder würden für ausgeglichene Haushalte einen viel höheren Ölpreis als derzeit benötigen.

Analyse. Der Absturz des Ölpreises auf unter 48 Dollar pro Barrel sollte die Konjunktur beleben, bringt aber derzeit mehr Verlierer als Gewinner hervor und könnte das Wachstum in Europa völlig zunichte machen.

Kurzes Update der letzten Stationen der Talfahrt des Ölpreises: Zu Weihnachten 2014 kostete ein Barrel (159 Liter) der Leitsorte Brent noch 61,25 Dollar. Zu Silvester war es um 55,82 Dollar zu haben. An Heiligdreikönig notierte das Fass bei 51,83 Dollar. Und zu Redaktionsschluss am 14. Jänner war der Brent-Rohölpreis auf etwas über 47 Dollar gefallen. Tags zuvor hatte er sogar ein Sechsjahrestief von 45,99 Dollar erreicht.

Vorläufiges Fazit: Seit seinem letzten Höchststand von etwa 114 Dollar im Juni 2014 hat der Ölpreis nahezu 60 Prozent an Wert verloren.

Und es ist kein Ende in Sicht: Fast alle Experten gehen von einem weiteren Sinkflug auf unter 40 Dollar aus. Manche, etwa der mächtige Ölminister Ibrahim al-Naimi vom weltgrößten Erdölexporteur, Saudi-Arabien -er hat den OPEC-Beschluss von November, die Förderquoten im Kampf um globale Marktanteile nicht zu drosseln, maßgeblich beeinflusst - halten es sogar für möglich, dass sich der Preis des wichtigsten Rohstoffs der Weltwirtschaft im Laufe dieses Jahres irgendwo bei 25 Dollar - ein Wert wie Mitte der Achtzigerjahre - einpendeln wird. Al-Naimi Ende 2014: "Egal, ob 60,40 oder 20 Dollar. Wenn der Ölpreis fällt, dann fällt er halt. Andere wird das bereits dann hart treffen, wenn wir noch gar nichts davon spüren."

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