Australien geht gegen Steuervermeidung von Großkonzernen vor

Australien geht gegen Steuervermeidung von Großkonzernen vor

Australien schaut künftig nicht mehr zu, wie Großkonzerne am Fiskus Steuerzahlungen vorbeischwindeln.

Der Finanzminister von Australien hat ein Gesetzespaket angekündigt, wonach Unternehmen, die Steuern vermiden und hinterziehen, künftig empfindliche Strafen drohen. Vor allem im Fokus stehen Großkonzerne.

Sydney. Im Kampf gegen Steuervermeidung nimmt Australien mit einer neuen Kampagne 30 internationale Konzerne ins Visier. Diese Unternehmen lenkten in Australien erzielte Gewinne um in andere Regionen, in denen keine oder niedrigere Steuern erhoben würden, sagte Finanzminister Joe Hockey am Montag in Canberra. Die Regierung werde dagegen mit einem neuen Gesetzespaket vorgehen.


Vorgesehen seien Strafen von bis zu 100 Prozent des Betrags, der mutmaßlich an Steuern abgezweigt worden sei. Eine konkrete Summe nannte Hockey ebenso wenig wie Namen von betroffenen Konzernen. Es sei aber "ziemlich offensichtlich, welche Unternehmen involviert" seien, meinte er.

Die US-Technologieriesen Google, Apple und Microsoft haben kürzlich erklärt, dass sie von den australischen Steuerbehörden unter die Lupe genommen würden. Einzelheiten der Initiative sollen am Dienstag folgen. Sollte das Parlament die Gesetze billigen, sollen sie Anfang 2016 in Kraft treten.

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