Bester August aller Zeiten: Audi und BMW fahren dem China-Crash davon

Für BMW stagniert die Entwicklung des China-Geschäfts, beim Konkurrenten Audi ist es gar rückläufig. Das macht aber nichts - denn dank Amerika und Europa verzeichneten beide Hersteller den besten August aller Zeiten.

Bester August aller Zeiten: Audi und BMW fahren dem China-Crash davon

Die Ungewissheit in der Eurozone, der Absturz der chinesischen Börse und eine generelle Abkühlung in den Schwellenländern sollte eigentlich gerade bei Luxusgütern zu einem deutlichen Umsatzeinbruch führen – doch die Premium-Autohersteller BMW und Audi verkünden nun, im vergangenen Monat den besten August aller Zeiten erlebt zu haben. „Zwar bringt die rapide Normalisierung in China einen starken Gegenwind mit sich“, sagt BMW-Vorstandsmitglied Ian Robertson: „Doch wir sehen eine sehr positive Entwicklung in Europa, vielen asiatischen Märkten und der NAFTA-Region“. Man werde auch weiterhin der Strategie treu bleiben, Schwankungen der einzelnen Märkte durch eine breite globale Positionierung auszubalancieren und so die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu reduzieren.

Von August 2014 bis August 2015 stiegen die Verkäufe von BMW, MINI und Rolce-Royce um 7,2 Prozent auf 156.437 Fahrzeuge, 135.735 davon entfielen auf die Kernmarke BMW. Getrieben wurde dies vor allem durch neue Modelle; vom BMW X4, der vor etwa einem Jahr vorgestellt wurde, stiegen die Verkäufe um beinahe 90 Prozent. Im Gesamtjahr wurden bis Ende August 1.429.390 Fahrzeuge verkauft – auch das ist die bis dato beste Performance der Unternehmensgeschichte.

Audi verkaufte im Vormonat 128.650 Autos – für das Unternehmen ist das der beste August aller Zeiten. Seit Jahresbeginn entschieden sich weltweit rund 1.177.100 Kunden für einen Audi, das sind plus 3,4 Prozent.

Portugal spürt den Aufschwung, Korea kompensiert China

Größtes globales Zugpferd für die Bayern ist der Heimmarkt Europa, wo in manchen südlichen Ländern der Aufschwung zu spüren ist: Allein in Portugal stieg der Absatz von BMW um 26,4 Prozent auf 9.423 Fahrzeuge im heurigen Jahr; im deutlich größeren Markt Frankreich gab es ebenfalls ein Plus von 20,9 Prozent auf 48.959 Autos.

Dem schwachen Plus von 0,9 Prozent in China stehen 20,7 Prozent Wachstum in Südkorea und 11,3 Prozent Wachstum in Japan gegenüber. Allerdings sind diese Märkte deutlich kleiner als das Reich der Mitte: In Japan wurden seit Jahresbeginn knapp 43.000 Fahrzeige verkauft, in Südkorea gut 35.000 – in China, dem größten Automarkt der Welt, hat BMW hingegen die Marke von 300.000 verkauften Autos mit Ende August geknackt.

Für Audi wiederum ist Deutschland das große Zugpferd in Europa, mit plus 13,5 Prozent auf 15.934 Autos. Der Verkauf in Russland brach für die vier Ringe hingegen um 15,4 Prozent ein. Insgesamt verzeichnet Audi in Europa ein Plus von 6,9 Prozent, in Amerika wurden gar zehn Prozent mehr Audi verkauft. Neben den USA trug auch das zweistellige Wachstum in Brasilien (+20,3 Prozent auf 1.410 Einheiten) und Mexiko (+14,9 Prozent auf 1.258 Einheiten) zum starken Amerika Absatz der Marke bei.

Ein kleiner Lichtblick in China

Zugleich sehen deutsche Autohersteller bereits positive Signale für neues Wachstum im chinesischen Markt. So verkündete etwa Rupert Stadler, Vorstandschef von Audi, zwei Tage vor Bekanntgabe der konkreten Zahlen, dass es „ein bisschen Licht am Ende des Tunnels“ gebe, weil chinesische Kunden in die Schauräume der Autohersteller zurückgekehrt seien. Er schränkte aber ein: "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer".

Zugleich betont Stadler aber auch, dass sich seiner Ansicht nach die PKW-Nachfrage in China wieder normalisieren wird: "Wir sind der festen Überzeugung, es ist Kaufkraft da, es gibt Potenzial mittel- und langfristig in China und wir werden auch wieder weiteres Wachstum sehen."

Audi ist Platzhirsch im Reich der Mitte

Audi ist in der Volksrepublik unangefochtener Platzhirsch im Oberklasse-Segment. Seit Jahresbeginn wurden 361.316 Fahrzeuge dort verkauft – das sind zwar 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr, aber noch immer mehr als die Konkurrenz. Im vergangenen Monat übergab das Unternehmen 45.196 Automobile an Kunden im Reich der Mitte und damit 4,1 Prozent weniger als im starken Vorjahresmonat. Bis Mitte 2016 sollen zehn neue Modelle speziell für den chinesischen Markt eingeführt werden.

Für Mercedes gibt es gar einen Grund zum Jubeln – denn die Marke mit dem Stern hat sich trotz Marktabkühlung im August am chinesischen Markt besser verkauft als je zuvor: Gegenüber dem Vorjahr stieg der Absatz dort um 53,1 Prozent auf 32.763 Autos. Damit liegt Daimler aber noch deutlich hinter den beiden Rivalen Audi und BMW.

So funktioniert die Steueramnestie für Russen mit Auslandsvermögen

Russland bietet seinen reichen Bürgern, die ihr Geld – wenn auch nicht …

Der US-Online-Handelsriese Amazon führt mit dem Service "Dash" ein neues Bestellsystem ein, mit dem Geräte automatisch den Nachschub bestellen. Zunächst sollen Waschmaschinen automatisch Waschpulver nachbestellen. Drucker sollen selbständig via Internet Toner nachbestellen.
 

Waschmaschine an Amazon: Ich brauche Waschpulver!

Der US-Online-Handelsriese Amazon führt mit dem Service "Dash" ein …

Mit der Abgabe der Osteuropa-Sparte CEE zur Mutter UniCredit wird auch der Vorstandsjob von Carlo Vivaldi bei Bank Austria gestrichen. Carlo Vivaldi tritt als CEE-Vorstand der BA ab. Er behält aber sein Büro in Wien. Die Übertragung des Osteuropageschäfts folgt von Wien auf Mailand im späteren zweiten Halbjahr 2016. Offen ist noch wie viele Mitarbeiter der Osteuropa-Sparte noch in Wien bleiben.
 

Neue Jahreszeit bei der Bank Austria: Vivaldi tritt als Vorstand ab

Mit der Abgabe der Osteuropa-Sparte CEE zur Mutter UniCredit wird auch …

Das Wachstum der Weltwirtschaft kommt derzeit aus dem Westen. In den Schwellenländern ist die Arbeitslosigkeit rückläufig. Unterm Strich fehlen jedoch immer mehr Jobs. Deutschland verzeichnet Höchststand an Beschäftigung. In Lateinamerika und in China wächst die Arbeitslosigkeit rapide an.
 

ILO-Trendbericht: Arbeitslosigkeit nahm 2015 global zu

Das Wachstum der Weltwirtschaft kommt derzeit aus dem Westen. In den …