Amazon-CEO Jeff Bezos: "Habe Milliarden in den Sand gesetzt"

Amazon-CEO Jeff Bezos hat milliardenschwere Fehler bei der Führung des US-Versandhandelsriesen eingeräumt: "Ich habe Milliarden Dollar bei Amazon in den Sand gesetzt."

Amazon-CEO Jeff Bezos: "Habe Milliarden in den Sand gesetzt"

Kühne Experimente können zu Erfolgen führen, aber enorm viel Geld verschlingen. Diese Erfahrung hat auch Amazon-CEO Jeff Bezos gemacht. Der Chef des Online-Handelsgiganten erkärte, mit seinen Experimenten einige Milliarden Dollar in den Sand gesetzt zu haben.

Während andere Unternehmen, nach derartigen Fehlern längst in den Konkurs geschlittert wären, hat Bezos leicht reden. Er sieht seine Kühnheit als Schlüssel zum Erfolg. "Mein Job ist es, die Leute zu ermuntern, kühn zu sein. Und wenn du kühne Wetten eingehst, führt das zu Experimenten. Experimente tragen das Scheitern schon in sich."

Ein paar große Erfolge machten aber "Dutzende und Dutzende von Sachen wett, die nicht funktioniert haben", sagte Bezos. Als Pleite hat sich etwa Amazons "Fire Phone" erwiesen. Die Kunden wollten das Smartphone nicht, die Abschreibung auf die Lagerbestände kostete Amazon im dritten Quartal 437 Mio. Dollar (351,7 Mio. Euro). Das "Fire Phone" kann seine Umgebung scannen und Produkte direkt im Onlineshop finden. Bezos sagte aber, es sei noch zu früh für ein abschließendes Urteil. "Manche Dinge brauchen Wiederholungen."

Auf und ab an der Börse

Fest überzeugt zeigte sich Bezos auch, dass Amazon profitabel sein könne. Das habe das Unternehmen bereits in der Vergangenheit gezeigt, sagte er. Amazon sei "eine Ansammlung mehrerer Unternehmen und Initiativen", einige seien profitabel, andere suchten noch nach ihrem Weg. Das erkläre auch die Schwankungen des Amazon-Börsenkurses. Seit Jahresbeginn ist die Amazon-Aktie um rund 18 Prozent gefallen, derzeit steht sie bei 326 Dollar.

Amazon sei ein großer Konzern, "aber in vielerlei Hinsicht sind wir auch ein Start-up", erklärte Bezos. Zu den neuen Initiativen gehört etwa die Idee, Post und Pakete per Drohnen auszuliefern. Hier gebe es nicht technologische, sondern regulatorische Hindernisse. Er persönlich investiere in Weltraum-Projekte, verriet Bezos: "Ich möchte Millionen von Leuten im Weltraum leben und arbeiten sehen."

Bezos, der laut Bloomberg Billionaires der 19.-reichste Mann der Welt ist, investierte auch bei Google, dem Bettenvermittler Airbnb oder dem Mitfahrdienst Uber. Sein Vermögen beträgt 29,9 Milliarden Dollar, was etwa 7,2 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht. Jeff Bezos hat Amazon 1994 in Seatlle gegründet, um Bücher auch online zu verkaufen. Heute arbeiten beim Online-Versandriesen 117.300 Mitarbeiter.

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