Abgas-Skandal: EU-Kommission setzt Volkswagen unter Druck

Der Volkswagen-Konzern gerät weiter unter Druck. Die EU-Kommission hat VW eine Frist gesetzt: Binnen zehn Tagen sollen klare Fakten zur Manipulation von CO2-Werten geliefert werden. Nicht bei allen manipulierten Motorengenerationen sollen Software-Updates zur Schadensbehebung ausreichen.

Abgas-Skandal: EU-Kommission setzt Volkswagen unter Druck

Die EU fordert von VW klare Fakten zur der Manipulation der CO2-Werte.

Die Europäische Kommission setzt Volkswagen eine Frist, Einzelheiten im CO2-Skandal zu nennen. Der Konzern soll, wie das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtet, zehn Tage Zeit haben, die geforderten Informationen zu liefern.

Der Konzern hatte in der vergangenen Woche eingestanden, den Verbrauch und CO2-Ausstoß von 800.000 Fahrzeugen manipuliert zu haben. Es war das nächste große Geständnis nach dem, Abgaswerte von Dieselmotoren manipuliert zu haben.

Meinungsverschiedenheit im VW-Konzern beigelegt

VW -Chef Matthias Müller und der mächtige Betriebsratschef Osterloh wollen nach Unstimmigkeiten um die Bewältigung der Abgaskrise nun doch zusammenarbeiten. Die beiden hätten sich auf das weitere Vorgehen zur Investitions- und Auslastungsplanung verständigt, teilte der Konzern im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung mit.

In den kommenden zehn Tagen sind zwischen Vorstand und Arbeitnehmervertretung eine Reihe von Gesprächen geplant, um einen gemeinsamen Weg für die Zukunft des von der schwersten Krise in seiner Unternehmensgeschichte geschüttelten Konzerns zu bestimmen. Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat den verbindlichen Rückruf für insgesamt 2,4 Millionen Wagen angeordnet, der Anfang 2016 beginnen soll. Dabei geht es um verschiedene Motoren- und Fahrzeugmodelle. VW muss bei rund 540.000 Diesel-Fahrzeugen offenbar nicht nur die manipulierte Software austauschen, sondern auch die Motortechnik überarbeiten.

Um welche Modelle es sich bei den Autos mit größerem Nachrüstbedarf genau handelt, ist noch nicht bekannt. VW hatte jedoch schon mitgeteilt, dass für Wagen mit 2,0 Litern Hubraum reine Software-Lösungen ausreichen sollen. Bei anderen Modellen seien darüber hinaus Anpassungen in der Motortechnik nötig.

Laut Deutscher Presseagentur dpa sind europaweit rund drei Millionen Fahrzeuge mit dem betroffenen 1,6-Liter-Diesel unterwegs. Die größere Variante mit 2,0 Litern Hubraum kommt auf etwa 4,6 Millionen Fahrzeuge, 340.000 haben den kleinen Motor mit 1,2 Litern. Zusätzlich ruft VW 500.000 Dieselfahrzeuge zurück, die nur die Euro 3 und Euro 4 Abgasnormen erfüllen.

Schlechte Noten von Rating-Agenturen

Bei den Rating-Agenturen scheint die Geduld mit dem VW-Konzern ebenso vorbei zu sein. Als letzte große Ratingagentur hat nun auch die US-Rating-Agentur Fitch in New York die Kreditwürdigkeit des Konzerns herabgesetzt. Die Experten senkten die Bewertung gleich um zwei Stufen von "A" auf "BBB+" mit negativem Ausblick. Als Begründung für die Herabstufung wurden Management-Probleme genannt, die der Abgasskandal aufgezeigt habe.

Zudem seien Kosten berücksichtigt worden, die infolge der Affäre auf den Wolfsburger Konzern zukommen könnten, darunter Aufwendungen für Rückrufaktionen, Klagen und Geldstrafen. Der Imageschaden dürfte sich zudem auf die Finanzierungsfähigkeit von VW auswirken. Zugleich warnte Fitch vor einer weiteren Herabstufung, indem die Agentur den Ausblick auf "negativ" setzte. Erst am Mittwoch hatte Moody's ebenfalls den Daumen über VW gesenkt.

Freikaufen mit Gutscheinen

In den USA sollen geschädigte VW-Kunden Einkaufsgutscheine als Wiedergutmachung erhalten. Die US-Website "The Truth About Cars" hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass Volkswagen in den USA an betroffene Dieselfahrer Einkaufsgutscheine im Wert von bis zu 1.250 Dollar verteilen will. Ein Gutschein über 500 Dollar kann demnach überall eingelöst werden, ein weiterer im Wert von 500 bis 750 Dollar bei Volkswagen-Händlern

In Österreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern werden zumindest vorläufig keine Einkaufsgutscheine an Geschädigte verteilt. Die Möglichkeit, getäuschte Kunden über Gutscheine zu entschädigen, gelte "ausschließlich" für die USA und Kanada", sagte ein VW-Sprecher. VW entwickle individuell für jeden Markt ein "Maßnahmenpaket" für Kunden

Der Deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte für den deutschen Markt ein ähnliches System wie in den USA: Das Unternehmen müsse zu seiner Verantwortung stehen, deshalb "wären solche Gutscheine in Deutschland das Minimum, um die betroffenen Verbraucher zu entschädigen", erklärte vzbv-Präsident Klaus Müller der "Rheinischen Post".

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