31 Interessenten für ORF-Funkhaus

31 Interessenten für das ORF-Funkhaus, darunter "viele namhafte Immobilieninvestoren", meldeten sich bis Mittwochmitternacht beim ORF. Dies teilte der öffentlich-rechtliche Sender Donnerstagabend in einer Aussendung mit. Die erste Phase des Verkaufsprozesses, nämlich jene der "Interessenbekundung", ist damit abgeschlossen.

31 Interessenten für ORF-Funkhaus

Das vom Architekten Clemens Holzmeister geplante und in den 1930er Jahren errichtete Funkhaus soll verkauft werden.

"Allein schon die große Zahl an Interessenten zeigt, dass damit der Grundstein für die erfolgreiche Durchführung eines transparenten Verkaufsprozesses und die Basis eines ausreichenden Wettbewerbs gelegt werden konnten", hieß es dazu aus dem ORF. "In der Öffentlichkeit diskutierte Rechtsgutachten, die juristische Bedenken bezüglich des Verkaufsprozesses angemeldet hatten, übersehen ganz offensichtlich, dass das indikative Angebot nicht bindend und für das weitere Verfahren auch nicht relevant ist und sind insofern eine Fehlinterpretation des Bieterverfahrens." Funkhaus-Aktivisten hatten am Mittwoch ein Gutachten präsentiert, das auf "mehrere grundlegende Mängel" im Verkaufsprozess hinweist.

Umfangreiches Verhandlungsverfahren

Im nächsten Schritt würden die Interessenbekundungen nun laut ORF einem umfangreichen Evaluierungsprozess unterzogen: "Die Bekanntgabe eines Mindestanbots diente nur dem Einstieg in ein sehr umfangreiches Verhandlungsverfahren, in dem die Bonität des Interessenten geprüft wird, und allfällige Projektideen, insbesondere auch hinsichtlich der Aufrechterhaltung des Kulturstandortes Argentinierstraße mit dem RadioKulturhaus und als RSO-Standort evaluiert werden. Danach sollen alle Interessenten eingeladen werden, binnen einer zumindest zweimonatigen Frist erste verbindliche Anbote zu legen. Im Anschluss daran finden in Verhandlungsrunden mit den Bewerbern abschließende Gespräche statt, um eine Entscheidung vorzubereiten."

Hintergrund des Funkhaus-Verkaufs ist geplante Zusammenführung der Wiener ORF-Standorte im ORF-Zentrum auf dem Küniglberg. Diese soll bis 2020 erfolgen. Befürchtungen, wonach die Zusammenlegung die ORF-Radioflotte und die Identitäten der einzelnen ORF-Radiosender schwächen könnte, wies der ORF in den vergangenen Monaten wiederholt zurück. Die Sender würden vielmehr gestärkt und für die Zukunft abgesichert. Für das Publikum ändere sich nichts, der Kulturstandort Argentinierstraße bleibe ebenfalls erhalten, hieß es aus dem ORF.

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