Inflation vor Virusausbruch auf 2,2 Prozent gestiegen

Die Preise steigen im Vergleich zum Jänner weiter an. Wohnen, Energie, Fleisch und Ausgehen sind die größten Preistreiber. Mobiltelefone wurden günstiger, Treibstoffpreise blieben stabil.

Inflation vor Virusausbruch auf 2,2 Prozent gestiegen

Wien. Die Inflation ist im Februar - also noch vor dem Ausbruch des Coronavirus in Österreich - auf 2,2 Prozent gestiegen, wie die Statistik Austria am Mittwoch mitteilte. Im Jänner lag die Teuerung bei 2,0 Prozent. Deutliche Anstiege gab es bei Strom, der Arbeitspreis stieg im Jahresabstand um 6,6 Prozent. Markant billiger geworden sind Mobiltelefone, sie kosteten um 12,2 Prozent weniger.

Als ausschlaggebend für den Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) erwiesen sich Preisschübe bei Nahrungsmitteln, für die um 2,0 Prozent mehr bezahlt werden musste. Das ist deutlich mehr als im Jänner, als die Teuerung bei Lebensmitteln 1,2 Prozent betrug. Insbesondere die Fleischpreise erhöhten sich spürbar um 5,6 Prozent. Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse stiegen im Februar um 1,9 Prozent, für Fisch um 6,4 Prozent sowie für Milch, Käse und Eier insgesamt um 1,3 Prozent. Obst verteuerte sich um 0,5 Prozent, Gemüse hingegen wurde um 0,9 Prozent billiger. Die Preise für Öle und Fette verringerten sich deutlicher, insgesamt um 6,4 Prozent, darunter Butter sogar um 12,5 Prozent.

Wohnen und Ausgehen - Die Presitreiber

Bedeutendster Preistreiber war weiterhin der Bereich Wohnung, Wasser und Energie, gefolgt von Restaurants und Hotels, hieß es seitens des Statistikamts. Ohne die Preise für Wohnen sowie für Restaurants und Hotels hätte die Inflation nur 1,2 Prozent betragen. Die Preise für Wohnung, Wasser, Energie stiegen im Jahresvergleich durchschnittlich um 2,8 Prozent, jene in Restaurants und Hotels wurden durchschnittlich um 3,4 Prozent angehoben. Für Freizeit und Kultur war durchschnittlich um 2,7 Prozent mehr zu bezahlen.

Die Preise für Verkehr stiegen durchschnittlich um 1,8 Prozent. Hauptverantwortlich dafür waren um im Schnitt 4,0 Prozent höhere Preise für neue Autos. Reparaturen privater Verkehrsmittel verteuerten sich um 4,4 Prozent. Treibstoffe hingegen erwiesen sich mit 0,2 Prozent Plus als nahezu preisstabil. Im Jänner hatten Diesel und Benzin noch um 2,7 Prozent mehr gekostet.

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält und den täglichen Einkauf repräsentiert, stieg im Jahresabstand ebenfalls um 2,2 Prozent. Im Jänner war der Anstieg bei 1,4 Prozent gelegen. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresabstand um 1,7 Prozent.
Der auf europäischer Ebene harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI 2015) stieg ebenfalls um 2,2 Prozent.

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