Inflation geht im Juni 2019 auf 1,6 Prozent zurück

Inflation geht im Juni 2019 auf 1,6 Prozent zurück

Im Juni ist die Inflation in Österreich auf 1,6 Prozent gefallen. Stark dazu beigetragen haben die günstigeren Treibstoffpreise. Wieder einmal sind vor allem die Preise für Wohnen, Wasser und Energie sowie für Restaurants und Hotels gestiegen.

In Österreich hat die Inflation hat im Juni leicht nachgelassen. Mit 1,6 Prozent Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat lag sie knapp laut Statistik Austria unter den 1,7 Prozent vom Mai.

Preissteigerungen gab es wieder einmal in den Bereichen Wohnen, Wasser und Energie. Im Schnitt legten die Preise in diesen beiden Kategorien um jeweils 3,1 Prozent zu. Dass die Preise für Wohnungsmieten um 3,3 Prozent stiegen veranlasste die Arbeiterkammer Wien, wieder einmal auf leistbares Wohnen und eine Mietrechtsreform zu drängen. Gefordert werden das Ende für Maklerprovisionen für Mieter, Mietzinsobergrenzen, ein verstärkter geförderter Wohnbau und wirksame Sanktionen gegen Mietwucher.

Betriebskosten für Eigentumswohnungen sind laut Daten der Statistik Austria um 7 Prozent gestiegen. Preise für Haushaltsenergie legten durchschnittlich um 3,3 Prozent zu, wobei vor allem höhere Strompreise hierfür verantwortlich waren. Im Jahresvergleich stieg der Arbeitspreis für Strom um 4,6 Prozent. Treibstoffe wurden dagegen im Juni um 2,7 Prozent billiger. Im Mai hatten sie sich noch um 2,4 Prozent verteuert. Im Juni gingen die Preise für Superbenzin im Jahresvergleich um 1,9 Prozent und für Diesel um 3,1 Prozent zurück.

Aufschläge bei Restaurants und Hotels

Merkliche Preissteigerungen gab es auch bei Restaurants und Hotels - bei den Bewirtungsdienstleistungen liegt die Teuerung bei 3,1 Prozent. Wegen um 3,7 Prozent teureren Freizeit- und Kulturdienstleistungen zogen überdies die Preise für Freizeit und Kultur um 1,6 Prozent an.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurden um 0,9 Prozent teurer, wobei die Preise bei Nahrungsmitteln um 1,1 Prozent stiegen. Im Detail ist die Teuerung mitunter recht deftig: Gemüse wurde um 5,9 Prozent, Brot und Getreideerzeugnisse um 2,1 Prozent und Fisch um 7,8 Prozent teurer.

Obst wurden dagegen um 8,6 Prozent billiger. Auch die Kosten für alkoholfreie Getränke gingen um 0,4 Prozent zurück, sodass der Mikrowarenkorb für den typischen täglichen Einkauf nur um minimale 0,1 Prozent teurer wurde.

Gebremst wurde die Teuerung ebenfalls von gefallenen Preisen für Nachrichtenübermittlung, die im Schnitt um 3,2 Prozent zurückgingen. Unter anderem wurden Mobiltelefone um 6,8 Prozent billiger.

Eurozone: Inflation steigt auf 1,3 Prozent

In der Eurozone hat die Inflation im Juni dagegen leicht angezogen und liegt nun laut Eurostat bei 1,3 Prozent. Damit ist sie immer noch weit vom Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) entfernt, die einen Wert von knapp zwei Prozent als ideal für die Wirtschaft ansieht. Die EZB hat weitere Anschubhilfen signalisiert, sollte die Inflation nicht in Gang kommen. Die nächste Zinssitzung findet in der kommenden Woche statt.

Der Preisanstieg bei Energie lag im Juni bei 1,7 Prozent nach 3,8 Prozent im Mai. Unverarbeitete Lebensmittel verteuerten sich um 0,7 Prozent. Im Mai hatte der Preisanstieg bei 0,4 Prozent gelegen. Dienstleistungen kosteten 1,6 Prozent mehr nach einer Teuerung von zuletzt 1,0 Prozent.

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