Industrie 4.0: Neuer Investitionsschub über digitale Vernetzung

Industrie 4.0: Neuer Investitionsschub über digitale Vernetzung

Die Digitalisierung hat viele Ausprägungsformen und gewinnt an Bedeutung.

Nach einer Studie des Beratungsunternehmens PwC werden bis zum Jahr 2020 85 Prozent der Industriebetriebe auf Industrie 4.0 und somit der Digitalisierung und Vernetzung des Unternehmens und somit der Produktion, Beschaffung und Absatz setzen. Die Verwertung von Datenbeständen - im Fachsprech "Big Data" genannt - gewinnt an Bedeutung.

Wien Österreichs Industrie wird digital vernetzt und investiert dafür jährlich vier Milliarden Euro. Bis 2020 werden 20 Mrd. Euro in die "Industrie 4.0" genannte Entwicklung gesteckt. 85 Prozent der heimischen Industriebetriebe wollen bis dahin Industrie-4.0-Lösungen eingesetzt haben - drei Mal so viele wie heute. Zu diesem Schluss kommt eine PwC-Befragung in 100 heimischen Industriebetrieben.

Durch die digitale Vernetzung erhoffen sich die Unternehmen eine jährliche Umsatzsteigerung von 2,6 Prozent. Ein Fünftel der Unternehmen erwarte sogar eine kumulierte Umsatzsteigerung von 20 Prozent bis 2020. Hochgerechnet auf die österreichische Industrielandschaft ergeben sich insgesamt Mehrumsätze von knapp 3 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Umsatzsteigerungen werden in den nächsten Jahren zwar die Kosten für Investitionen nicht wettmachen, aber für die mittel- und langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit sei diese Investition dennoch unumgänglich.

Hand in Hand mit der Digitalisierung kommt nach Erwartung von 80 Prozent der Unternehmen eine intensivere unternehmensübergreifende Vernetzung. "Big Data", also die Auswertung riesiger anonymer Datenbestände, wird noch wichtiger werden. 91 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass in fünf Jahren die Fähigkeit zur Datenanalyse für das Geschäftsmodell entscheidend sein wird. Es gehe um einen effizienten Datenaustausch innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette, eine digitalen Kennzeichnung der Produkte und die Nutzung von Echtzeitdaten zur Steuerung der Produktion.

Für die Studie haben PwC und Strategy& (ehemals Booz & Company) im zweiten Quartal 2015 100 Unternehmen aus fünf Branchen befragt.

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