In drei Schritten zum CO2-neutralen Industrieunternehmen

Wie Unternehmen, die ihre Emissionen reduzieren wollen, schnelle Erfolge erzielen können, die Lieferkette C02-optimiert werden kann und das Geschäftsmodell an die Dekarbonisierung angepasst werden kann.

In drei Schritten zum CO2-neutralen Industrieunternehmen

Fortschrittliche Industrieunternehmen reduzieren, zusehens die eigenen CO2-Emissionen und trachten auch bei ihrer Lieferkette danach, bei anderen fehlt es noch am nötigen Öko-Engagement. „Viele Unternehmen haben die Notwendigkeit, etwas zu tun, erkannt, messen dem Thema aber eine zu geringe Priorität auf ihrer strategischen Agenda bei“, erklärt Guido Hertel, Partner bei Kearney und Co-Autor der Studie „Decarbonization in industrial goods firms“. Die Studie basiert auf der Befragung von 100 Führungskräften produzierender Unternehmen in Deutschland, den USA und China.

Nachhaltige Produkte werden stärker nachgefragt
Verbraucher verlangen, dass die Produkte, die sie kaufen, aus nachhaltigen Quellen stammen. Infolgedessen unternehmen Business-to-Consumer(B2C)-Akteure vielfältige Anstrengungen, um Produkte klimaneutral anbieten zu können, was einen Effekt zur Dekarbonisierung über die gesamte Lieferkette hinweg erzeugt. Apple hat sich beispielsweise verpflichtet, seine Lieferkette und seine Produkte bis 2030 klimaneutral zu machen und Volkswagen hat das Programm namens „goTOzero“ gestartet.

Zu wenige Initiativen von Unternehmen
„Die Zahl der Unternehmen, die sich zu Initiativen verpflichten, liegt deutlich unter dem erforderlichen Niveau. Damit bleibt viel CO2-Einsparungspotenzial ungenutzt – das ist aus ethischer und unternehmerischer Sicht unverständlich“, so Guido Hertel, Partner bei Kearney und Co-Autor der Studie.

Regulatorische Anforderungen steigen
Früher oder später werden alle Unternehmen mit der regulatorischen Notwendigkeit konfrontiert sein, ihre Emissionen zu berücksichtigen. Kearney dazu in der Studie: „Unternehmen, die sowohl ihren eigenen als auch den CO2-Ausstoß ihrer Lieferanten reduzieren, werden in der Lage sein, nicht nur ökologische, sondern auch finanzielle Vorteile erzielen.


Drei Tipps zur Dekarbonisierung

Industriegüterhersteller sind durch ihre Lieferketten besonders gut geeignet, die Chancen der Dekarbonisierung zu nutzen. Während ihre Geschäftstätigkeit bereits ein guter Ausgangspunkt zur Reduzierung der CO2-Emissionen ist, liegt der mächtigere Hebel in den Auswirkungen auf der Lieferkette ihrer Kunden und der Endkunden. Um Unternehmen im Dekarbonisierungsprozess zu unterstützen, hat Kearney drei praktische Empfehlungen entwickelt:

1. Schnelle Erfolge realisieren: Identifikation gewinnbringender CO2-Emissionsreduktionen, zum Beispiel durch den Wechsel zu CO2-neutralen oder erneuerbaren Energiequellen.

2. Lieferkette klimaneutral entwickeln: zum Beispiel indem der CO2 -Fußabdrucks in die Auswahlkriterien der Lieferanten einfließt, die Verlängerung der Lebensdauer von Produkten bei ausgereiften Technologien. Eine gute Möglichkeit, die Dekarbonisierung voranzutreiben, ist es auch, Ersatzstoffen für Rohstoffe mit hohem CO2-Fußabdruck zu finden.

3. Geschäftsmodell anpassen: Veränderungen sind in den Bereichen „Strategie“ empfehlenswert, dazu zählen das Unternehmensportfolios hin zu CO2-minimierten Produkten und Produktdesign zu minimieren. Im Bereich Fertigung kann beispielsweise die Wiederaufarbeitung von Produktionsabfall in Erwägung gezogen werden. Bei der Demontage und Entsorgung ist die Bereitstellung energieeffizienter, modularer Upgrade-Optionen anzustreben.

Solides Wachstum bei Industriemaschinen
Der Gesamtmarkt für Industriemaschinen ist 1,1 Billionen Dollar groß und wird in den kommenden Jahren mit einer erwarteten jährlichen Wachstumsrate von 5,2 Prozent wachsen. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der der C02-Reduktion für Kunden der Industrieunternehmen wird die Nachfrage nach dekarbonisierten Maschinen weiter steigen und eine wichtige Kaufentscheidung für Neumaschinen sein. „Die Dekarbonisierung bietet daher eine gute Gelegenheit für Hersteller von Industriemaschinen, eine entscheidende Rolle in der Lieferkette zu übernehmen, indem sie die vor- und nachgelagerten Emissionen beeinflussen und ihren Marktanteil ausbauen“, fasst Arndt Heinrich, einer der Co-Autor der Studie.

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