Branchen: Wo die Aussichten am besten und am schlechtesten sind

Fidelity hat weltweit 17.000 Analysten und Manager gefragt, für welche Branchen sie für 2016 am optimistischsten sind, für welche sie am negativsten und in welcher Verfassung sie die Unternehmen insgesamt sehen. Stehen Firmen heuer besser oder schlechter da als noch vor einem Jahr?

 Branchen: Wo die Aussichten am besten und am schlechtesten sind

In keiner Branche ist die Stimmung, laut einer weltweiten Umfrage, so gut wie in der IT-Branche.

Risiken nehmen zu

Analysten und Entscheidungsträger in Unternehmen weltweit machen für das Jahr 2016 wenig Hoffnung. Die 17.000 von der US-Fondsgesellschaft Fidelity Befragten erwarten, dass die Risiken zunehmen. Die Bedingungen um zu investieren, würden zudem ihrer Einschätzung nach schwieriger.

Die Umfrage zeigt, dass die Experten zunehmende Schwächen bei den Fundamentaldaten der Unternehmen erkennen und weniger optimistisch gestimmt sind als im vergangenen Jahr.

Konsum: Einzige Branche, die sich verbessern konnte

Am positivsten ist die Stimmung für die IT-Branchen (6,2), gefolgt von Basiskonsumgüter (5,8) und dem Sektor Gesundheit (5,5). Je höher der Wert, umso besser die Stimmung. Nur eine einzige Branche konnte sich gegenüber dem Vorjahr verbessern. Das sind zyklischen Konsumgüter. In diesem Bereich ist Wert gegenüber dem Vorjahr von 5,0 auf 5,3 gestiegen. Am anderen Ende der Skala stehen die Energie- (2,1) und die Werkstoffbranche (2,5).

Konsumgüterhersteller profitieren

Vor allem der Konsum dürfte in diesem Jahr für zusätzliches Wachstum sorgen. "Der Konsum setzt wichtige Impulse für anhaltende Innovationen, die vor allem in der Technologie- und Gesundheitsbranche", so Adam Lessing, Fidelity-Österreich-Chef. Niedrige Energiepreise, geringe Inflation, die günstige Lage am Immobilienmarkt, Lohnzuwächse und die sinkende Arbeitslosigkeit stärken die Kaufkraft der Konsumenten. Zunehmende Preissetzungsmacht und steigende Nachfrage dürften sich günstig auf die Renditen der Basiskonsumgüterfirmen auswirken. Bei den zyklischen Konsumgütern sehen die Unternehmen in der höheren Nachfrage die wichtigste Quelle für wachsende Gewinne. Positiv sind auch die starken Bilanzen und die sinkende Schuldenlast der Konsumgüterhersteller. Lessing: "Das wichtigste Thema, das sich aus unserer Umfrage herauskristallisiert hat, ist die robuste Verfassung der Konsumbranchen.

Industrie, Energie: Es könnte Jahre dauern bis sich Angebot und Nachfrage wieder die Waage halten

Dagegen leidet die Energie-, Werkstoff-, Industrie- und Versorgerbranche am meisten. Die Branchen ächzen unter niedrigen Rohstoffpreisen und weltweit sinkenden Investitionen. "Es könnte einige Jahre dauern, Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen", so die Analyse von Fidelity. In dieser Phase sei es entscheidend, dass der Positivtrend in den Dienstleistungsbranchen anhält. Lessing: " Zudem steigt in einer Welt, in der Wachstum immer schwerer zu finden ist, der Wert, der genuin innovativen Branchen wie beispielsweise Gesundheit oder IT beigemessen wird. Unsere aktuelle Analystenumfrage bestätigt das."

In der IT-Branche ist die Stimmung weltweit am besten, in der Energie-Branche am schlechtesten.

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Zu den Personen:
Caroline Palfy (r.) ist neue Geschäftsführerin in der Handler Holding GmbH und verantwortet den Bereich Sustainable-Strategie. Das Familienunternehmen HANDLER ist Spezialist für hochwertige Bau- und Immobilienprojekte in Österreich.
Marieluise Krimmel ist Partnerin bei Deloitte in Wien im Bereich Audit & Assurance und ist in der Prüfung und Beratung tätig. Ihre Branchenschwerpunkte liegen neben der Industrie in der Immobilien- und der Bauwirtschaft.

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