Biontech erhöht Produktionsziele für Covid-Impfstoff

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech will 2021 mehr Impfstoff zur Abwehr des Corona-Virus produzieren, als bisher geplant war.

Biontech erhöht Produktionsziele für Covid-Impfstoff

Mainz. Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech [ISIN US09075V1026] wird 2021 deutlich mehr Covid-19-Impfstoff herstellen als bisher geplant. Biontech gehe nun von einer Produktionskapazität von rund zwei Milliarden Impfdosen aus, teilte das Unternehmen am Montag in einer Investorenpräsentation mit. Bisher hatten Biontech und sein US-Partner Pfizer [ISIN US7170811035] angepeilt, bis zu 1,3 Milliarden Dosen bis Ende des Jahres 2021 herzustellen.

Als Grund führte der Impfstoffhersteller eine "kontinuierliche Verbesserung der Prozesse" und eine Erweiterung der bestehenden Werke an. Das jüngste Werk soll im Februar im deutschen Marburg die PRoduktion starten. Die neue Einschätzung beruht auch darauf, dass mehr Lieferanten und Vertragshersteller gewonnen werden könnten.

Biontech erklärte zudem, die neue Prognose berücksichtige, dass nun aus einem Impffläschchen sechs statt bisher fünf Impfdosen entnommen werden können. Dafür hatte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA in der vergangenen Woche grünes Licht gegeben. Die Zahl der zu verimpfenden Dosen kann dadurch deutlich erhöht werden.

Impfstoff auf der Rampe

Bis zum 10. Jänner sind von dem Covid-19-Impfstoff, der inzwischen in mehr als 45 Ländern zugelassen ist, 32,9 Millionen Dosen ausgeliefert worden. 50 Millionen Dosen waren bis Ende 2020 vorproduziert und bereit zur Auslieferung nach Zulassung. "Da die Auslieferung bedarfsgerecht erfolgen soll, um die korrekte Lagerung sicherzustellen, haben wir noch nicht alle vorproduzierten Dosen ausgeliefert. Das hing mit den Zulassungen Ende Dezember zusammen", erklärte eine Biontech-Sprecherin. Die Lieferpläne seien mit den Ländern beziehungsweise der EU vereinbart worden.

In der vergangenen Woche hatte die Europäische Union angesichts anhaltend hoher Corona-Neuinfektionen deutlich mehr Dosen von dem Impfstoff gesichert. Die Bestellung wurde um weitere bis zu 300 Millionen Einheiten verdoppelt. Die Lieferung der zusätzlichen Impfstoffdosen ist für das zweite Quartal 2021 geplant.

Die EU hatte im Herbst alleine rund 2,1 Milliarden Dosen Impfstoff bei insgesamt sechs Herstellern geordert. Biontech war der erste Hersteller, der die Zulassung in der EU erhalten hat. Moderna und AstraZeneca folgten kürzlich. Der zweite deutsche Impfstoffhersteller CurVac wird voraussichtlich bis Ende des 1. Quartals seine EU-Zulassung bekommen. Das Tübinger Unternehmen hat in der Vorwoche eine Kooperatiom mit dem deutschen Pharmakonzern Bayer vereinbart, in dessen Werken der Impfstoff von CurVac ebenso hergestellt werden soll. Sanofi will zusammen mit GSK noch heuer einen Impfstoff auf den Markt bringen. Ebenso Johnsons & Johnson.

Skigebiet Ötscher wird eingestellt

Die Corona-Pandemie hat dem Skigebiet Lackenhof am Ötscher den Todesstoß …

Corona-Kurzarbeit wird bis Ende März 2022 verlängert

Die Bundesregierung stellt sich auf anhaltende Corona-bedingte …

Interview

"Die Welt ist nicht schwarz-weiß"

Die berühmte Naturforscherin Jane Goodall und Axel Kühner, Chef des …

E-Autos laden: Streit um Abrechnung nach Zeit oder kWh entbrannt

Die Bundeswettbewerbsbehörde hat Mitte November 2021 mit der Prüfung von …