IBM bekommt Anschubhilfe von Ford

IBM bekommt Anschubhilfe von Ford

Eine Allianz mit Folgen: Mark Field von Ford will mit "Big Blue" schreiten.

US-IT-Riese IBM zieht nach 15. Quartalen mit rückläufigem Umsatz die Reißleine. Im Führungsteam des Konzerns wird kräftig umgebaut. Zwei Verwaltungsräte gehen. Ford-Chef Mark Fields bekommt einen Sitz im Verwaltungsrat bei "Big Blue". Eine neue Beziehung, in der auch Google bald eine Rolle spielen könnte.

Dearborn/Armonk. Die Bilanz von IBM-Chef Ginni Rometty ist nicht ganz so, wie es sich viele Investoren vorstellen. Nachdem das Computerurgestein IBM (US4592001014) einmal mehr - inzwischen das 15. Quartal in Folge - einen Umsatzrückgang zu verzeichnen hat, der Nettogewinn ebenso zurück ging, wird im Verwaltungsrat (Anm. entspricht dem Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft) nachjustiert.

Eine personelle Ankündigung, könnte IBM einen neuen Schub geben. IBM-Chefin Rometty holt Ford-Chef Mark Fields in den IBM-Verwaltungsrat. Ab dem 1. März soll er mithelfen IBM wieder anzuschieben.

Das digitale Etwas auf Rädern

Gemeinsam wollen IBM und Ford die Innovationskraft beider Konzerne stärken.

"Zukunft, in der "Autos sind nicht nur Fahrzeuge, sie werden immer mehr zu mobilen Technologie-Plattformen", meinte IBM-Chef Ginni Rometty. Daher sei die Ernennung des Ford-Chefs quasi eine optimale Ergänzung.

Neue Dreiecksbeziehung

Für Ford sei dies freilich ebenso eine neue Kooperation, um die Innovationsstärke weiter auszubauen. Sowohl die IT-Industrie als auch die Autoindustrie sind in einem starken Umbruch. So fürchten Autokonzerne neue Player am Markt. Google und Apple wollen in das Geschäft einsteigen und etwa mit "selbstfahrenden Autos" ein neues Geschäftsfeld aufziehen.

Für Ford ist der Sitz ihres Chefs im Verwaltungsrat von IBM daher ein Zeichen im richtigen Moment. Ford pries die Innovationsstärke von IBM und betonte, der Autobauer werde von Fields' neuen Beziehungen profitieren. Andererseits bemüht sich Ford bereits seit Monaten um eine neue Allianz mit Google, was offiziell noch nicht bestätigt wurde.

Alan Belda, Managing Director von Warburg Pincus, und Johns-Hopkins-Professor William R. Brody werden aus dem Verwaltungsrat ausscheiden.

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