Hypo-Balkanzentrale wird nach Wien verlegt - Kündigungen in Klagenfurt

Beim AMS wurden 100 Mitarbeiter der Hypo-Alpe-Adria zur Kündigung angemeldet. Advent, der neue Eigentümer der ehemaligen Pleite-Bank, verlegt die Steuerung der Südosteuropabanken von Klagenfurt in Bundeshauptstadt. 60 Leute sollen mit nach Wien übersiedeln. Der Vorstand des

Hypo-Balkanzentrale wird nach Wien verlegt - Kündigungen in Klagenfurt

Wien/Klagenfurt Den Rotstift setzt jetzt auch die Hypo-Alpe-Adria-Balkanbankengruppe an, die heuer an den US-Fonds Advent verkauft worden ist. Die österreichische "Zentrale" wird von Klagenfurt nach Wien verlegt. Das bedeutet Jobverluste in Klagenfurt. 100 der derzeit noch 194 Mitarbeiter in Klagenfurt wurden vorsorglich beim AMS zur Kündigung angemeldet, sagte ein Sprecher der APA.

Gespräche mit dem Betriebsrat laufen, schrieb die Hypo Group Alpe Adria (HGAA) am Mittwochabend. Man suche "sozialverträgliche Einigungen".

Zur Zeit heißt es, dass es wohl 40 bis 50 Leute in Klagenfurt werden dürften, die tatsächlich ihren Job verlieren. Am Standort in Kärnten soll ein Service-Center mit rund 60 Beschäftigten verbleiben. Für sie wird aber ein neues Quartier in der Landeshauptstadt gesucht.

Mit der kürzlich erfolgten Ernennung von Martin Stefan Thomas als neuer COO (Chief Operating Officer), Csongor Nemeth (Chief Corporate Officer) und Razvan Munteanu (Retail-Chef) zum 1. Jänner 2016 sei das neue Vorstandsteam nun vollständig, schrieb die HGAA am Mittwochabend auf ihrer Homepage. Das Gruppenmanagement der HGAA sitzt künftig in Wien.

Einige Funktionen der bisherigen Klagenfurter Zentrale werden in die Märkte auf dem Balkan verlegt, in denen die jeweiligen Banken ihre Kunden haben. Die Neuaufstellung wird vom Vorstandschef Ulrich Kissing mit Effizienzgründen argumentiert. "Wir möchten mit diesem Schritt die Komplexität der Gruppe reduzieren". Man wolle näher an die Kunden rücken.

Die Hypo-Südosteuropazentrale ist derzeit im markanten Hypo-Haus in Klagenfurt untergebracht, als Mieterin. Auch diese Kosten will man sich künftig ersparen. Das Haus gehört der Bad Bank Heta. Die will es verkaufen. Das Hypo-Logo ist heute schon abgebaut worden. Ein Zufall, wie beteuert wird.

In Wien soll in Kürze die "zentrale Steuerungsfunktion" der Hypo-Balkanbankengruppe angesiedelt werden. Das Hauptstadtbüro soll, wie ein Sprecher erklärte, relativ rasch - Anfang des neuen Jahres - bezogen werden. Auch hier sollen etwas mehr als 60 Leute arbeiten.

Verwaltungsposten sollen eingespart werden und strategische Funktionen für die fünf Balkanbanken vor allem auch in die Banken vor Ort verlegt werden. Damit dürften rund 15 HGAA-Banker von Klagenfurt in die lokalen Banken nach Südosteuropa wechseln.

Im ersten Quartal 2016 soll diese Neuorganisation über die Bühne sein. Begonnen wird in der Verwaltungszentrale in Österreich, in der Folge geht es auch um die Niederlassungen am Balkan selbst. Hier gibt es zur Zeit 230 Filialen. Dieses Netz wird nun "evaluiert", so die Hypo Group Alpe Adria. Ein neuer Entwicklungsplan stehe bereits.

Töchter betreibt die Gruppe in Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro. Mit einer Minderheit hat Advent die Osteuropa-Bank EBRD als Aktionär an Bord.

Auch nach dem Verkauf der Hypo-Südosteuropabanken an Advent/EBRD ist die staatliche Hypo-Bad Bank Heta mit mehr als 2 Mrd. Euro schweren Refinanzierungslinien (Krediten) in der Hypo-Balkanbankengruppe involviert geblieben. Rückgeführt werden müssen diese Linien bis 2022 beziehungsweise was dann nach diversen gegengerechneten Ansprüchen (z.B. Gewährleistungen) davon übrig ist.

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Zu den Personen:
Caroline Palfy (r.) ist neue Geschäftsführerin in der Handler Holding GmbH und verantwortet den Bereich Sustainable-Strategie. Das Familienunternehmen HANDLER ist Spezialist für hochwertige Bau- und Immobilienprojekte in Österreich.
Marieluise Krimmel ist Partnerin bei Deloitte in Wien im Bereich Audit & Assurance und ist in der Prüfung und Beratung tätig. Ihre Branchenschwerpunkte liegen neben der Industrie in der Immobilien- und der Bauwirtschaft.

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