Huawei: "Wir werden von den USA politisch verfolgt"

US-Präsident Donald Trump wird beim Feldzug gegen den chinesischen Telekom-Konzern Huawei nicht müde. Huawei wehrt sich weiter dagegen und ist bei 5G international gut im Geschäft. Weltweit hat der Konzern bereits 91 Aufträge zum Aufbau von 5G-Netzen, davon 47 in Europa.

Huawei: "Wir werden von den USA politisch verfolgt"

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump versucht seit Monaten, eine Beteiligung von Huawei am Aufbau von 5G-Netzwerken außerhalb Chinas zu blockieren. Huawei sei eng mit der chinesischen Regierung und der Kommunistischen Partei verbandelt und werde im Zweifelsfall Spionage- oder Sabotagebefehle der chinesischen Führung umsetzen, so der zentrale Vorwurf. US-Geheimdienste streuten die These, Huawei könne heimlich über eigentlich für Sicherheitsbehörden vorgesehene Schnittstellen auf Netze zugreifen.

Huawei hat diese Vorwürfe stets zurückgewiesen und sieht sich politisch verfolgt. „Seit geraumer Zeit nutzt die US-Regierung die Stärke einer ganzen Nation, um ein Privatunternehmen zu verfolgen. Sie hat alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt – egal, ob legislativ, administrativ, gerichtlich oder diplomatisch – und sogar versucht, die öffentliche Meinung gegen Huawei aufzubringen, um unsere Geschäftsabläufe zu stören“, so Huawei. „Eine solche Art von Angriff hat es in der Geschichte selten zuvor gegeben."

Auch die neuen Beschuldigungen des US-Justizministeriums gegen Huawei seien Teil dieser Kampagne. "Das ist schlicht und einfach politische Verfolgung“, erklärt das Unternehmen. Das US-Justizministerium führe bereits abgeschlossene Zivilverfahren wieder als Strafverfahren ein. Das sei eine selektive, politisch motivierte Durchsetzung des Gesetzes und stehe im Widerspruch zu den üblichen gerichtlichen Konventionen“, erklärt Huawei. (siehe dazu auch den Podcast: "Huawei - der umstrittenste Konzern der Welt")


Podcast: Huawei - der umstrittenste Konzern der Welt

Das Huawei-Hauptquartier in Shenzen mit Forschungszentren und Firmenuniversität.

Das Huawei-Hauptquartier in Shenzen mit Forschungszentren und Firmenuniversität.


Derweil kann Huawei durchaus auf Erfolge verweisen. Huawei hat weltweit inzwischen 91 Verträge mit Mobilfunkprovidern zum Aufbau von Mobilfunknetzen der fünften Generation (5G) gewonnen. Über die Hälfte davon - nämlich 47 Kontrakte - stammen von europäischen Mobilfunkanbietern. Zu den Huawei-Kunden in Europa gehört unter anderen die spanische Telefonica-Gruppe, die in Deutschland mit der Marke O2 präsent ist. Außerdem hatten Sunrise in der Schweiz und KPN in den Niederlanden eine Zusammenarbeit mit Huawei beim Thema 5G kommuniziert.

Bis Ende 2018 wurden Huawei außerdem knapp 88.000 Patente erteilt, davon über 11.000 in den USA. Seit 2015 hat das Unternehmen über 1,4 Milliarden US-Dollar an Lizenzeinnahmen erhalten. Gleichzeitig hat der Konzern mehr als sechs Milliarden US-Dollar an Lizenzgebühren für die Nutzung von Patenten anderer Unternehmen gezahlt. Nahezu 80 Prozent davon wurden an US-Firmen gezahlt.

Huawei in Zahlen

2018 steigerte Huawei seine Umsätze im Halbleiter-Geschäft um 45 Prozent, schaffte den Sprung auf Platz drei.

Huawei in Zahlen

Mit 28 Prozent Umsatz-Anteil ist Huawei der wichtigste Lieferant für Telekom-Netzwerke. Die Konkurrenz ist weit abgeschlagen.

Keines unserer Produkte oder Technologien ist durch den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen entwickelt worden. Die Entwicklung von Huawei ist das Ergebnis unserer enormen Investitionen in Forschung und Entwicklung und der harten Arbeit unserer Mitarbeiter in den letzten drei Jahrzehnten. Wir sind auf das Vertrauen und die Unterstützung angewiesen, die unsere Kunden, Lieferanten und Partner in uns setzen“, unterstreicht das Unternehmen.

Der Konzern ist überzeugt: „Huawei anzugreifen, wird den USA nicht helfen, der Konkurrenz voraus zu sein. Eine Lüge zu wiederholen, wird diese nicht wahr machen. Wir glauben, dass das Gericht eine faire Entscheidung auf der Grundlage von Fakten und Beweisen treffen wird.“

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