Huawei Mobile Services:

Die blitzschnelle Erschaffung eines gesamten Softwareuniversums

Huawei Mobile Services:

Im April 2020 kam mit dem Huawei P40 das erste Gerät auf den österreichischen Markt, das ausschließlich Huawei Mobile Services verwendet. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl solcher Huawei-Smartphones, Tablets und Watches, die sich erfolgreich auf dem Markt etabliert haben. Doch wie war es möglich, innerhalb so kurzer Zeit ein gesamtes Softwareuniversum für die Nutzer:innen neu zu erschaffen? Georg Hanschitz verantwortet das Huawei Mobile Services (HMS) und Cloudbusiness in Österreich: „Huawei setzte seit 2018 auf eine Parallelstruktur in der Software: Neben dem Google Playstore gab es – eher stiefmütterlich – die Huawei AppGallery, von der man auch Apps herunterladen konnte. Mit dem Jahr 2020 hat sich das Blatt dann gewendet, und man setzte alles auf eine Karte: Open Android als Betriebsbasis, darüber ein hauseigenes Betriebssystem und Apps ausschließlich aus der Huawei AppGallery.“

Donald Trump als (unfreiwilliger) GameChanger.

Und wieso das Ganze? Man könnte es so sagen: Trump hat alles verändert. Und zwar, als er im Mai 2019 Sanktionen gegen Huawei verhängte und dem chinesischen Hersteller verbot, weiterhin Google-Dienste zu nutzen. „Bei einem weltweiten Wettbewerb um Patente, Ideen und Märkte kann es zu Reaktionen des Sich-abschotten-Wollens kommen. Ich halte eine offene Wirtschaft für funktionaler“, sagt Hanschitz.

Eine Schnittstelle, um statt zu Google zu Huawei-Diensten zu leiten, eine eigene, starke Search Engine, ein eigener Browser, Video- und Musikplattformen wurden entwickelt und bei Huawei in kürzester Zeit erfolgreich eingeführt. Das Beispiel Huawei zeigt, dass Innovation sich nicht verordnet stoppen lässt. „Huawei ist ein privatwirtschaftliches, internationales, mitarbeitergeführtes Unternehmen. Das bedeutet, seit Gründung 1987 sind kundenbasierte Innovation und Effizienz Träger des Erfolges – und ein starker Heimatmarkt hilft natürlich auch“, so Hanschitz. Und den hat Huawei in China, wo die Smartphone-Verkäufe besonders seit den US-Sanktionen steigen.


Seit US-Präsident Donald Trump 2019 Sanktionen gegen Huawei verhängte, setzt der einstige Hardware-Hersteller zusätzlich auf eigene Software und agiert gänzlich ohne Google-Dienste.

Neuland für viele App-Betreiber.


Etliche österreichische Apps sind bereits in der Huawei AppGallery vertreten, wie man in diesem Auszug sieht – die Vielfalt ist groß und wächst kontinuierlich.

Etliche österreichische Apps sind bereits in der Huawei AppGallery vertreten, wie man in diesem Auszug sieht – die Vielfalt ist groß und wächst kontinuierlich.

Um das gesamte System von Google-Diensten unabhängig zu machen, mussten alle Apps von den Betreiberinnen und Betreibern und Publisherinnen und Publishern leicht angepasst werden – Huawei half mit eigenen Software-Kits, dennoch war die Aufgabe für viele App-Betreiber:innen Neuland. Der Erfolg kam sehr schnell: „Nach sechs Monaten war allen Seiten klar, dass bestehende Android-Apps einfach in unser System geladen werden können und allenfalls eine Weiche von Google zu Huawei Services benötigten. Wir haben diese Weichen dann immer developerfreundlicher gestaltet und schließlich sogar ein eigenes SDK (einen App-Baustein) mitentwickeln können. Die sogenannte Choice-SDK ging weltweit durch die Decke und war ein großer Erfolg für uns und unseren oberösterreichischen Softwarepartner bluesource, der bei dem Projekt federführend war und ist“, freut sich Hanschitz. Auch Martin Sprengseis-Kogler, Managing Partner bei bluesource, zeigt sich mit dieser Lösung höchst zufrieden: „Mit Choice-SDK haben wir eine einfache, eigenständige Weiche geschaffen, die die Komplexität aus dem Entwicklungsprozess entfernt und es Unternehmen ermöglicht, ihre Apps schnell und kostengünstig anzupassen.“

Ein eigenes Mobile-Software-Ökosystem.

Wie baut man sich ein eigenes Mobile-Software-Ökosystem? Mit eigenen und fremden Apps und Services. Am Anfang standen die Banking-Apps, also lokale Apps und Services, die beinahe alle Menschen in Österreich nutzen, dann Essenslieferanten:innen, Infrastrukur- und Transport-Apps, Medien, Handyparken etc. Die Verantwortlichen gingen die Sache strategisch an und entschieden, sich anfänglich mehr auf die lokalen, unverzichtbaren Anbieter:innen zu konzentrieren. „Die internationalen Apps und Services kommen durch den starken Heimatmarkt Asien sowieso nicht wirklich an uns vorbei“, dachte man. Und so war es auch. Die Zahlen der Monthly Active User (MAU) sprechen eine klare Sprache und zeigen, dass man auf die richtige Strategie gesetzt hat.

Der Plan ging auf.

Seit der globalen Einführung im Jahr 2018 hat allein die Huawei AppGallery (das Äquivalent zum Google Play Store oder Apples App Store) bereits über 560 Millionen MAUs weltweit erreicht, darunter 42 Millionen in Europa. Das Technologieunternehmen konnte auch große Zuwächse in seiner eigenen Suite von HMS-Kernapplikationen verzeichnen: Huawei Petal Maps (das Äquivalent zu Google oder Apple Maps) zählt bereits sieben Millionen monatlich aktive Nutzer:innen in Europa, die Huawei Petal Search 32 Millionen MAUs weltweit. Mehr als 3.000 Partner:innen arbeiten aktiv an neuen Angeboten in 20 Kategorien. Und auch deren Umsatzanteil ist im Vergleich zum Vorjahr um ganze 62 Prozent gestiegen.

„think global, act local“.

Der Huawei-Browser ist stark auf lokale Inhalte ausgerichtet, in der Huawei-Video-Plattform findet man die „Tiroler Tageszeitung“ und bei Huawei Music österreichische Künstler:innen. Huawei Österreich konnte 2021 als erstes Land Europas Huawei Pay mit Bluecode realisieren – eine Bezahllösung made in Austria, die sich von allen anderen Anbieterinnen und Anbietern unterscheidet.

Österreich als Vorreiter in Sachen Mobile Payment. Die bargeldlose Bezahlung funktioniert bequem, sicher und schnell. Der Einkaufsbetrag wird direkt vom Girokonto der Nutzerin / des Nutzers abgebucht. Bluecode nutzt die vorhandene Infrastruktur des Handels sowie der Banken und sichert so durch seine Mobile-Payment-Lösung die Erträge und die Wertschöpfung der heimischen Wirtschaft.

„Die Kooperation mit Huawei und die Integration von Bluecode ist ein starkes Zeichen“, freut sich Christian Pirkner, CEO der Blue Code International AG: „Gemeinsam gelingt es uns, mit unserer Mobile-Payment-Lösung die Wertschöpfungskette in Europa bestmöglich zu stärken. Davon profitieren europäische Banken, Händler:innen und Endkund:innen gleichermaßen.“ Konsument:innen können die Zahlungslösung „Huawei Bluecode“ einfach in der digitalen Geldbörse am Handy hinzufügen und direkt mit ihrem Girokonto verknüpfen. Die mobile Zahlung ist bei allen Händlerinnen und Händlern möglich, die Bluecode akzeptieren – Billa, Spar, Bipa, Hervis, Hartlauer, Felber und viele weitere.

Seit Kurzem gibt es auch die Blue­scan-App für Händler:innen in der Huawei AppGallery für alle Zahlungen, die ohne Kasse erfolgen, etwa an Marktständen. Bluescan ermöglicht gerade kleineren Händlerinnen und Händlern den einfachen Einstieg in die Welt des mobilen Bezahlens. Auch beim digitalen Banking will Huawei Vorreiter werden und hat eigens ein Innovationslabor in Finnland eingerichtet, um die Digitalisierung auf diesem Sektor zu beschleunigen.

Huawei Ads – the next big thing.


In Zusammenarbeit mit den weltweit innovativsten Entwicklerinnen und Entwicklern soll die Huawei AppGallery zu einer zukunftsweisenden, offenen App-Plattform werden.
Georg Hanschitz, Head of Ecosystem & Cloud, Austria

In Zusammenarbeit mit den weltweit innovativsten Entwicklerinnen und Entwicklern soll die Huawei AppGallery zu einer zukunftsweisenden, offenen App-Plattform werden. Georg Hanschitz, Head of Ecosystem & Cloud, Austria

Auch in Sachen Werbung präsentiert sich Huawei als Konkurrent zu Google. Mit Huawei Ads gibt es eine neue mobile Marketingplattform, die Werbetreibenden einzigartige und wertorientierte Möglichkeiten bietet, Smartphone-Nutzer:innen auf der ganzen Welt zu erreichen. Huawei Ads erreicht derzeit über eine Milliarde Huawei-Geräte und über 730 Millionen Nutzer:innen. „Wir wussten, wir brauchen eine Ads-Plattform, die hoch kompetitiv ist. Das haben wir geschafft“, erklärt Head of Austria, Mobile Services, Hanschitz: „So gibt es etwa für Werbetreibende und zertifizierte Agenturen in Europa ein Werbeprogramm, das kostenlose Testversionen, Frühbucheranreize und Premium-Ressourcen auf dem Gerät bietet.“


Zahlen und Fakten: Huawei als Open Source

  • 5,1 Millionen registrierte Entwickler haben mit Huawei die Möglichkeit, sich mit
  • 730 Millionen Geräte-MAUs auf der ganzen Welt zu verbinden. Um
  • 81 Prozent ist die Anzahl der in den HMS-Kern integrierten Anwendungen auf
  • 173.000 gestiegen. In den ersten drei Quartalen 2021 gab es in der Huawei AppGallery
  • 332,2 Milliarden App-Distributionen weltweit, was einem jährlichen Anstieg von
  • 13 Prozent entspricht.

Flagshipstore in der Wiener Innenstadt

Im HUAWEI Flagship Store Wien Kärntner Straße können sich Kund:innen auf drei Etagen ein Bild von den neuesten Huawei-Geräten machen. Von Smartphones über Wearables, Audio-Produkte, Tablets, Monitore und Laptops bis zu Smart-Home-Devices kann alles ausprobiert werden.

„Wir haben sogar ein Wohnzimmer nachgebaut, in dem sich die Kund:innen ansehen, wie ein Smart Home funktioniert, und von den Leistungen unserer Smart-Home-Devices überzeugen können“, zeigt sich Software-Chef Georg Hanschitz stolz.

Kärntner Straße 27, 1010 Wien

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