Hotel Sacher: Werben um Wiener Gäste [PODCAST]

Die Sacher-Hotels und Cafés werden voraussichtlich nicht sofort am 29. Mai öffnen. Sacher-Chef Matthias Winkler erzählt im trend-Podcast, wie er um die Zukunft des Hauses kämpft und plädiert für eine längere Kurzarbeit.

Thema: trend Podcast - Wirtschaft zum Hören
Hotel Sacher Familie Gürtler Winkler

Die Eigentümerfamilie des Hotel Sacher: Elisabeth Gürtler, Georg Gürtler, Alexandra Winkler, Matthias Winkler

Sacher-Geschäftsführer Matthias Winkler lässt sich bei seinem Wiederhochfahrplan nicht vom Termin 29. Mai leiten, ab dem die Hotels wieder öffnen dürfen. „Nur Öffnen um des Öffnens willen können und wollen wir uns nicht leisten“, sagt das Mitglied der Eigentümerfamilie. Entscheidend sei die Perspektive: „Das Sacher hat 92 Prozent internationale Gäste, rund ein Fünftel kommt aus den USA“, so Winkler, „selbst bei einer Verdopplung oder Verdreifachung des Österreicher-Anteils ist bei geschlossenen Grenzen noch lange kein positiver Betrieb möglich.“

Eine Offensive für das lokale Publikum wird es auf jeden Fall sowohl beim Sacher-Hotel in Wien als auch bei jenem in Salzburg geben, bestätigt Winkler: „Wir wollen verstärkt Österreicherinnen und Österreicher, sowie andere ‚Bodenreisende’ ansprechen.“ Luxus-Schnäppchen werde es allerdings nicht geben.

Aufruf: Kurzarbeit verlängern

Aufhorchen lässt der Sacher-Chef mit einem Plädoyer, die Kurzarbeit für besonders schwer betroffene Betriebe seiner Branche – etwa die internationale Stadthotellerie – länger als die gesetzlich vorgesehenen maximal sechs Monate zugänglich zu machen. „Wir werden unterschiedliche Betroffenheiten auch unterschiedlich regeln müssen – sowohl bei der Kurzarbeit als auch bei anderen Hilfsinstrumenten“, so Winkler. „Wenn ich mir anschaue, wie lange die Erholung nach 9/11 und der Finanzkrise 2008 bei uns gedauert hat, könnte es ja genauso gut sein, dass wir Kurzarbeit länger brauchen als die jetzt vorgesehenen drei plus drei Monate.“

Welche neuen Geschäftsideen Winkler durchrechnet, was er vom Krisenmanagement der Regierung hält und wie seine Schwiegermutter Elisabeth Gürtler ihr Hotel Astoria Seefeld in Tirol hochfahren will, können Sie im trend-Podcast nachhören.


trend-PODCAST

Zimmer frei: Das Sacher kämpft um seine Zukunft

Sacher-Eigentümer Elisabeth Gürtler, Georg Gürtler, Alexandra Winkler und Matthias Winkler

Das Hotel Sacher hat im Normalbetrieb 92 Prozent internationale Gäste. Rund ein Fünftel kommt aus den USA. Die Reiseverbote als Folge der Corona-Krise machen einen wirtschaftlichen Betrieb des Vorzeige-Hotels unmöglich. Im trend-Podcast erklärt Sacher-Geschäftsführer Matthias Winkler, wie er um neue Gäste und die Zukunft des Hauses kämpft.


Übersicht der trend Podcasts

Alle weiteren Folgen des trend Podcasts finden Sie unter trend.at/podcast

trend Podcast abonnieren


Mehr zum Thema

Wie die Eigentümerfamilien des berühmtesten Hotels Österreichs um die Zukunft des Hauses und um neue Gäste kämpfen können Sie in der großen Covergeschichte der trend-Ausgabe 18/2020 vom 30. April 2020 nachlesen.

Zum trend Abo-Shop und E-Paper-Download

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher

Arbeits- und Wirtschaftsminister Kocher: "Kein Grund für Panik"

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher über die Energiekrise und …

Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich.

Martin Selmayr: „Der Rubel ist auf der Intensivstation“

Martin Selmayr, Leiter der EU-Kommissions-Niederlassung in Österreich, im …

Das Stammwerk der Egger Unternehmensgruppe in st. Johann in Tirol.

Egger Group: Ein Imperium aus Spanplatten und Holzwerkstoffen

Die Egger Group mit Stammsitz in St. Johann in Tirol stellt Span- und …

Agatha Kalandra ist seit 2016 Partnerin und Leiterin des Management-Consulting-Teams von PwC Österreich und Member of the Management Board. Sie verfügt über einen MBA in Controlling und Finance und mehr als 25 Jahre Berufserfahrung. Ihr Fokus liegt auf Finance-Transformation, HR-Transformation und Sustainability.

Wo fängt Ihre Lieferkette an?

160 Millionen Kinder auf der Welt sind zu Kinderarbeit verdammt. Entgegen …