Arbeitslosigkeit: Höchster Rückgang seit sechs Jahren

Arbeitslosigkeit: Höchster Rückgang seit sechs Jahren

Der Wirtschaftsaufschwung gibt dem Arbeitsmarkt neue Impulse und beschert viele neue Stellen.

Seit März sinkt die Arbeitslosigkeit kontinuierlich. Im September ist die Arbeitslosenquote um 0,6 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent gesunken. 374.835 Menschen sind ohne Job.Die Zahl der offenen Stellen ist um 47 Prozent gestiegen.

Der Wirtschaftsaufschwung schlägt sich am Arbeitsmarkt durch und führt auch weiterhin zu einem Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen in Österreich. Ende September waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,3 Prozent weniger Personen ohne Job, Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet also 374.935 Personen (-17.004). Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition sank um 0,6 Prozentpunkte auf immer noch hohe 7,5 Prozent.

Ende September gab es 302.843 vorgemerkte Arbeitslose, das waren um 6,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Schulungsteilnehmer beim Arbeitsmarktservice (AMS) stieg hingegen um 4,9 Prozent auf 72.092 Personen, teilte das Sozialministerium am Montag in einer Aussendung mit.

Arbeitslosigkeit sinkt seit März

Die Arbeitslosenzahlen sinken seit März kontinuierlich, der Rückgang im September war der Stärkste seit sechs Jahren. Zwischen Mitte 2011 und Ende 2016 stiegen die Arbeitslosenzahlen stetig an und erreichten ein Rekordhoch in der Zweiten Republik.

Das vergleichsweise starke Wirtschaftswachstum in Österreich - das Wifo rechnet heuer mit einem Plus von 2,8 Prozent, das IHS von 2,6 Prozent - schlägt sich auch auf die Stellenanzeigen nieder: Die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 46,9 Prozent auf 62.445. Die Zahl der aktiv unselbstständig Beschäftigten stieg per Ende September laut einer vorläufigen Prognose um 72.000 Personen (+2 Prozent) auf 3,632 Millionen.

Im EU-Vergleich liegt Österreich bei den Arbeitslosenzahlen auf Rang 9. Die wenigsten Arbeitslosen hat Tschechien, gefolgt von Deutschland, Malta, Großbritannien, Ungarn und Niederlande, geht aus Eurostat-Daten hervor.


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