Ho & Co: Szenegastronom Martin Ho eröffnet "Dots" neu

Martin Ho eröffnet am 3. Juni sein stadteinwärts verlegtes Dots Establishment in der Mariahilfer Straße. Der schlagzeilenträchtige Gastronom lobt die „fruchtbaren und positiven“ Gespräche mit der Regierung und sieht gute Chancen, auch seine Nachtclubs noch im Sommer aufsperren zu können.

Szenegastronom Martin Ho

Der Wiener Szene-Gastronom Martin Ho

Kein Wiener Wirt hat in der Corona-Zeit so viele und so laute Schlagzeilen gemacht – und durchwegs solche, die er nicht geplant hatte: Anfang Mai eine Razzia wegen einer Drogenparty im Dots Brunnerhof, zwei Wochen später Berichte über Gäste, die über die Covid-Sperrstunde 23 Uhr hinaus in seinem Club X geblieben sein sollen.

Wer meint, in so einer Situation wäre es besser, leiser zu treten, kennt Martin Ho nicht: Nach der am 15. Mai eröffneten Tages- und Aperitivo-Bar „Newman“ im 1-o-1 an der Seilerstätte, zu der die Feinkostmarke „Newman’s Choice“ kommt, gibt es jetzt auch Bewegung in seinem Stammhaus.

Dots bekommt neuen Standpunkt

Der Gastronom verlegt das Dots Establishment in der Mariahilfer Straße 103 stadteinwärts ins Haus Nummer 36 in unmittelbare Nähe des Gerngroß, wie er auf trend-Nachfrage bestätigt. „Der Fokus wird auf dem Mittagstisch liegen“, sagt Ho, der vor allem auf die große Terrasse mit Ganzjahresbetrieb setzen will, die 200 der 350 Quadratmeter einnimmt. Aufgesperrt wird am Mittwoch, 3. Juni, auf großes Eröffnungs-Tamtam wird verzichtet. Die Karte – Maki, Sushi, Fusionsküche – bleibt grosso modo unverändert.

Noch fehlen dem Unternehmer, ein Freund von Bundeskanzler Sebastian Kurz, zwei Lokale, um wieder Richtung Vollbetrieb unterwegs zu sein. Zwar ist nun auch sein Boutique-Hotel in der Wachau, in das er verstärkt österreichische Gäste bringen will, seit 29. Mai wieder offen. Doch die Nachtclubs Vie i Pee und Pratersauna sind nach wie vor geschlossen. Angesichts der Gesundheitszahlen sei er aber „ sehr zuversichtlich, dass die Nachtgastronomie im Sommer wieder anläuft“, so Ho. Er hofft zudem, dass auch die ab Mitte Juni von 23 Uhr auf 1 Uhr verlegte Sperrstunde bald wieder Geschichte ist.

Sympathien für den Bundespräsident

Wohl auch deshalb ist ihm der „Sitzenbleiber“ von Alexander Van der Bellen - der Bundespräsident war bei einem Wiener City-Italiener weit nach 23 Uhr ertappt worden – sympathisch: „Er ist auch nur ein Mensch und hat an jenem Abend das gemacht, was er vermutlich ein Leben lang gemacht hat. Wir sehen jeden Abend bei unseren Gästen, dass sie sich verplaudern. So etwas zu bestrafen, ist kein guter Zugang.“

Anders als etwa Landtmann-Betreiber Berndt Querfeld, der heftige Kritik an der bisherigen Regelungen und Hilfsmaßnahmen übt, ist Ho aber voll auf Kurz-Linie: Er lobt die „fruchtbaren und positiven“ Gespräche mit der Regierung, an denen er beteiligt gewesen sei. Durch die unterschiedlichen Betroffenheiten hält er Pauschalaussagen für seine Branche für fehl am Platz: „Die Gastronomie lässt sich durch ihre Vielfalt kaum beurteilen.“

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