Hewlett-Packard in Österreich wegen Mauscheleien verdonnert

Hewlett-Packard in Österreich wegen Mauscheleien verdonnert

HP-Manager in Österreich haben den Händlern gesagt, was sie für ihre Geräte verlangen dürfen. Das ist strafbar und erfüllt den Tatbestand der unerlaubten Preisabsprache.

Österreichs Wettbewerbshüter haben den US-IT-Konzern wegen unerlaubter Preisabsprachen zu einer Geldstrafe verurteilt: Das Unternehmen hat zwischen 2009 und 2014 Händler mit Preisabsprachen unter Druck gesetzt. HP zeigte sich reuig und kooperierte mit den Behörden.

Wien. Hewlett-Packard (HP) hat in Österreich Foul gespielt: Händler wurden unter Druck gesetzt. Diese mussten nach der Pfeife von HP tanzen. Die Preise für Drucker, Multifunktionsgeräte und Notebooks mussten nach den Vorgaben des US-Konzern "berechnet" werden. HP sagt an, die Händler setzen den Preis fest. Abgestimmtes Verhalten nennt man so etwas im Kartellrecht. Und das ist strafbar, weil schädlich für den Wettbewerb. Beim heimischen Kartellamt wird so etwas als Kartellverstoß geahndet.

Ohne Strafe geht das freilich nicht: Das Kartellgericht hat gegen die Hewlett-Packard Gesellschaft mbH eine Geldbuße von 640.000 Euro verhängt. Die Entscheidung des Kartellgerichtes vom 1.12.2015 sei damit rechtskräftig, gab die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) heute (Donnerstag) bekannt.

Das Foulspiel in den wettbewerbswidrigen Abstimmungen wurde im Zeitraum Juli 2009 bis Mai 2014 begangen, heißt es in der Mitteilung der BWB. HP knickt vor den Kartellwächtern ein und zeigte sich geständig und kooperierte mit der BWB. Dafür gibt es quasi nun einen einen Strafrabatt: Die Kooperationsbereitschaft der HP-Manager habe die Arbeit der Ermittler vereinfacht. Die Geldbuße wurde daher gemindert.

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