Heta: Kärnten bietet 7,8 Milliarden Euro für Rückkauf von Anleihen

Heta: Kärnten bietet 7,8 Milliarden Euro für Rückkauf von Anleihen

Das Land Kärnten haftet derzeit für Heta-Anleihen mit insgesamt 11 Milliarden Euro. Mit dem Rückkaufangebot bietet Kärnten nun den Gläubigern der Kärntner Heta - früher Hypo Alpe Adria Group - eine Quote von 75 Prozent für die besser besicherten „Senior Schuldtitel“. Nachrangige Schuldtitel sollen mit nur 30 Prozent bedient werden. Die Gläubiger forderten bislang 100 Prozent Rückzahlung.

Klagenfurt/Wien. Rund 7,8 Mrd. Euro schwer ist das Rückkaufangebot des Kärntner Ausgleichs-Zahlungsfonds (K-AF). Das Rückkaufangebot wird am Donnerstag veröffentlicht. Den Heta-Gläubigern wird eine Quote von 75 Prozent angeboten, das betrifft laut einer Aussendung die besser besicherten "Senior Schuldtitel". Jene Gläubiger, die nachrangige Schuldtitel halten, bekommen demnach hingegen nur 30 Prozent - davon betroffen sind rund 0,9 der aushaftenden 11 Mrd. Euro.

Wörtlich heißt es in der Aussendung: "Die angepasste festgelegte Stückelung entspricht der Summe aus der festgelegten Stückelung für jeden Schuldtitel und aufgelaufene und ungezahlte Zinsen in Bezug auf die festgelegte Stückelung des jeweiligen Schuldtitels (oder bei Nullkupon-Schuldverschreibungen, der amortisierte Nennbetrag) bis einschließlich zum 1. März 2015." Veröffentlicht wird das Angebot am Donnerstag auf der Webseite des K-AF unter http://kaerntner-ausgleichszahlungsfonds.gv.at . Bis zum 11. März haben die Gläubiger Zeit, sich zu entscheiden.

"Attraktives Angebot"

Von den Gläubigern gab es vorerst keinerlei Reaktion. Hans Jörg Schelling (ÖVP) sprach am Vormittag hingegen von ersten positiven Rückmeldungen von Gläubigerseite, die er zur angebotenen Quote bekommen habe und meinte: "Ich glaube, es handelt sich um ein attraktives Angebot."

Die Voraussetzungen standen seit Längerem fest, zuletzt hatte man nur noch auf die Summe gewartet, die das Finanzministerium als Heta-Recovery ansetzen würde. Dazu war ein Gutachten notwendig. Das Land haftet derzeit für Heta-Anleihen mit einem Gesamt-Nominale von rund elf Mrd. Euro. Wenn für zwei Drittel dieser Summe die Gläubiger das Angebot annehmen, gilt es nach dem im vergangenen Jahr in Kraft getretenen Holdout-Gesetz als bindend.

Bis zuletzt hatten Gläubigervertreter jede Quote unterhalb von 100 Prozent als unannehmbar bezeichnet. Nachverhandlungen zum nun vorliegenden Angebot soll es allerdings keine geben. "Mehr geht nicht und mehr gibt es nicht", lautet das Mantra der Kärntner Landesregierung, die darauf hofft, dass das strikte Nein der Gläubiger eher taktische Gründe hat. Doch auch wenn die nötige Mehrheit das Angebot annimmt, wird mit Klagen gerechnet, Rechtssicherheit wird es demnach also erst in einigen Jahren geben.


Details zum Rückkaufangebot

Die 7,8 Mrd. Euro setzen sich zusammen aus 1,2 Mrd., die das Land Kärnten in den Fonds einzahlt und 6,6 Mrd., die vom Bund vorfinanziert werden. Diese 6,6 Mrd. wiederum sollen über die Verwertung der Heta-Assets wieder hereinkommen. Das gesamte sogenannte Recovery, also die Erlöse aus dem Abverkauf von Heta-Vermögen, wird mit rund 7,8 Mrd. Euro angesetzt, wovon 1,23 Mrd. nach München fließen. Das war im November zwischen Österreich und dem Freistaat Bayern in einem Generalvergleich zum Hypo-Thema vereinbart worden.


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