Heta-Anleiherückkauf: Moody's warnt vor Scheitern

Heta-Anleiherückkauf: Moody's warnt vor Scheitern

Die Ratingagentur Moody's rechnet bei einem Scheitern des Anleiherückkaufs mit einem Konkurs der Heta (ehemals Hypo Alpe Adria Group) dem Land Kärnten. Gläubiger würden auf unbekanntes rechtliches Terrain geführt werden. Nicht zuletzt sind die Ratings von Landesbanken in Gefahr.

Wien/Klagenfurt. Sollte das Rückkaufangebot Kärntens für landesgarantierte Anleihen der staatlichen Hypo-Bad-Bank Heta tatsächlich abgelehnt werden, droht eine Insolvenz der Heta und des Landes, fürchten in Österreich Bund, Land und Nationalbank. Eine entsprechende Warnung hat nun auch die Ratingagentur Moody's abgesetzt.

Österreich will mit dem Rückkaufangebot (via Kärntner Spezialvehikel) die Anleihegläubiger an der Abwicklung der staatlichen Heta mit rund 3 Mrd. Euro beteiligen. Das Bundesland will sich damit seiner milliardenschweren Haftungsrisiken entledigen - indem es selbst in den Besitz der landesgarantierten Papiere kommt. Bis zum 11. März wurde den Gläubigern Zeit gegeben, das Angebot zum Rückkauf anzunehmen. Für Senior Bonds ist eine Quote von 75 Prozent geboten, für nachrangige Anleihen sind es 30 Prozent. Große Gläubiger haben dem Ansinnen bisher die kalte Schulter gezeigt. Es müssen aber zwei Drittel zustimmen, damit der Deal gilt.

Moody's hat nun in einer neuen Analyse zu bedenken gegeben, dass eine Ablehnung des Rückkaufs die Gläubiger auf rechtliches Neuland führen würde - und die Heta sowie womöglich auch das Bundesland Kärnten in den Konkurs. Für eine solche Insolvenz eines Bundesland gebe es in Österreich keinen Präzedenzfall - und es gebe hierzulande auch keine speziellen Regeln für so ein Ereignis.

Vom Wohl und Wehe der Rückkaufsangebotsergebnisse hängen nicht zuletzt die Ratings einiger großer Landeshypos ab und der Pfandbriefstelle. So hat Moody's die Ausblicke für die Hypo Tirol, die Hypo Vorarlberg und auch für die Pfandbriefstelle wegen der Heta-Unsicherheiten schon vor längerem auf negativ gestellt - das heißt es drohen Herabstufungen. In seiner neuen Analyse lässt Moody's nun keinen Zweifel daran, dass es mit deren Bonitätsnoten nur weiter bergab gehen wird, wenn im Poker um die Heta-Anleihen keine Lösung gefunden wird.

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