Heineken streicht Zwischendividende, Kurzarbeit bei Brau Union

Der niederländische Bierriese hat im März weltweit schon 14 Prozent weniger Bier verkauft. Bei Heinekens österreichischen Tochter wurde ein Großteil der Belegschaft auf Kurzarbeit geschickt.

Heineken streicht Zwischendividende, Kurzarbeit bei Brau Union

Wien/Amsterdam/Linz. Der zweitgrößte Brauriese der Welt, Heineken, hat wegen der Coronakrise seine Geschäftsprognosen für das Jahr 2020 zurückgezogen. Es wird heuer im Sommer auch keine Zwischendividende geben, teilte der Konzern in Amsterdam im Quartalsbericht mit. An der im Mai fälligen Dividende für 2019 hält man fest. In Österreich gehört die Brau Union den Niederländern.

Wie zahlreiche andere Unternehmen sind auch etliche österreichische Brauunternehmen zur Zeit in "Corona-Kurzarbeit" unterwegs. Bei der Brau Union gibt es für mehr als zwei Drittel der Belegschaft Kurzarbeit, sagte eine Sprecherin am Mittwoch auf APA-Anfrage.

Im ersten Quartal 2020 ist der Bierabsatz des Heineken-Konzerns weltweit um 2,1 Prozent auf 51,6 Millionen Hektoliter gesunken, allein im März sind die Bierverkäufe allerdings schon um 14 Prozent gefallen. Das zweite Quartal wird schlimmer ausfallen, prognostizierte Heineken im Zwischenbericht heute. In Europa ist Heineken Marktführer. Ab Mitte März haben die meisten von der Corona-Pandemie getroffenen Länder mit umfassenden Restriktionen begonnen. Viele Anlässe zum Biertrinken sind seither untersagt, die wochenlange Totalsperre der Gastronomie hat - auch in Österreich - die Brauer hart getroffen.

Die brachliegenden Gastronomieumsätze wurden durch mehr Verkäufe im Lebensmittelhandel nicht kompensiert, im Handel läuft das Geschäft nach Brau-Union-Angaben in Österreich indes weiter gut. Den Gastronomiekunden biete man Unterstützung, erklärte die Sprecherin, und man hoffe auf eine baldige schrittweise Wiedereröffnung dieser Betriebe.

Bis März ist bei Heineken der Nettogewinn von 299 auf 94 Mio. Euro eingebrochen. Der Konzern stellt sich auf weitere massive Belastungen im Gesamtjahr ein. In einigen Ländern, so etwa in Südafrika, musste wegen der Coronakrise die Bierproduktion vorübergehend stillgelegt werden.

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Zur Person. Georg Schwondra, 51, ist Partner bei Deloitte und für den Ausbau und die Leitung des Bereiches Cyber Risk/Cyber Security bei Deloitte Risk Advisory verantwortlich. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen sowohl im Bereich von Security Strategy, der Beratung und Implementierung von Cybersecurity-Lösungen, dem Outsourcing von Security-Funktionen auf Auftraggeberseite und Dienstleisterseite als auch in der Begleitung und dem Management von Transformationsprojekten bei Unternehmen aller Größen, insbesondere auch im Bereich von Familien- und Privatunternehmen.

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