Heimische Banken dank Hypo-Wegfall wieder positiv

Heimische Banken dank Hypo-Wegfall wieder positiv

Ohne Hypo Alpe Adria schaut die Welt für die Banken besser aus.

Die meldepflichtigen Kreditinstitute konnten das konsolidierte Ergebnis um 3,2 auf 2,6 Mrd. Euro verbessern. Die Oesterreichische Nationalbank (-OeNB) korrigiert das Jahresergebnis 2014 von 1,4 auf 0,7 Mrd. Euro.

Wien. Die in Österreich tätigen Banken konnten im ersten Halbjahr 2015 dank des Wegfalls der Hypo Alpe Adria wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Die meldepflichtigen Kreditinstitute erzielten in den ersten sechs Monaten ein konsolidiertes positives Ergebnis von 2,6 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2014 meldeten sie noch Verluste von 593,6 Mio. Euro, teilte die Nationalbank (OeNB) am Mittwoch mit.

Die Verbesserung um 3,2 Mrd. Euro sei einerseits auf den Wegfall der inzwischen restrukturierten Hypo Alpe Adria-Bank International (HAAB) zurückzuführen, die in der Vergleichsperiode - damals noch als Bank - noch einen Verlust in Höhe von 1,7 Mrd. Euro gemeldet hatte. Andererseits gingen die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft - geprägt von einer Großbank (Anm.: Erste Group) - um 26,9 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro zurück.

Die Betriebserträge ohne Risikovorsorgen lagen in den ersten sechs Monaten mit 14,5 Mrd. Euro um 13 Prozent über dem Vorjahr. Einerseits verbesserte sich das Sonstige betriebliche Ergebnis um 1,16 Mrd. auf -7,2 Mio. Euro, andererseits gab es auch beim Nettozinsergebnis, der wichtigsten Ertragskomponente der heimischen Banken, einen Anstieg um 2,3 Prozent auf 9,3 Mrd. Euro. Das Provisionsgeschäft erhöhte sich um 5,5 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro und der Handelserfolg um 10,6 Prozent auf 936,6 Mio. Euro. Das konsolidierte Betriebsergebnis (ohne Risikovorsorgen) verdoppelte sich auf 5,7 Mrd. Euro.

Positiv wirkten sich auch die um 60,8 Prozent auf 701,2 Mio. Euro gesunkenen Abschreibungen von Vermögenswerten und die um 1,6 Prozent auf 8 Mrd. Euro gesunkenen Verwaltungsaufwendungen aus.

Demgegenüber standen Verluste aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 208,4 Mio. Euro, die auf eine weitere Großbank zurückzuführen seien, so die OeNB.

In der aktuellen Presseaussendung korrigiert die OeNB auch das im April veröffentlichte Jahresergebnis 2014. Statt 1,4 Mrd. habe es nur 0,7 Mrd. Euro betragen, so die OeNB. Grund dafür sind in der Zwischenzeit eingelangte geprüfte IFRS-Jahresabschlüsse. Der Rückgang stehe im Zusammenhang mit der Umstrukturierung einer Bankengruppe und sei im Wesentlichen auf deutlich höhere Wertminderungen bei Anteilen an Beteiligungen zurückzuführen.

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