Haselsteiner: Massive Kritik an Ex-FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer

Der Bauindustrielle, Neos-Förderer und Westbahn-Unternehmer Hans Peter Haselsteiner übt im trend-Interview massive Kritik an Ex-Verkehrsminister Hofer: "Hofer hat Nachteile für die Republik in Kauf genommen, um der Westbahn zu schaden."

Hans Peter Haselsteiner

Angriffslustig: Hans Peter Haselsteiner nimmt die Entscheidungen von Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer unter die Lupe.

Der Bauindustrielle und Neos-Mäzen Hans Peter Haselsteiner kritisiert im trend-Interview den zurückgetretenen FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer scharf. Er wirft Hofer vor, „erhebliche Kostennachteile für die Republik in Kauf genommen“ zu haben, „um der Westbahn zu schaden.“ Haselsteiner, Hauptaktionär des privaten Bahnunternehmens, begründet das mit Direktvergaben bei Nahverkehren, bei denen die Westbahn nicht zum Zug kam. „Die Westbahn wurde mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft und die Interessen der Bahnkunden blieben unberücksichtigt“, sagt Haselsteiner.

Aus juristischer Sicht habe das Ministerium allerdings nicht rechtswidrig gehandelt, da es Aufträge nicht an den günstigsten Anbieter vergeben müsse. Der dadurch entstandene Kostennachteil werde nun erhoben und zu beziffern versucht.

Ibiza und die Folgen

Im berüchtigten „Ibiza-Video“ aus 2017, das Haselsteiner nicht vor dessen Veröffentlichung am Abend des 17.Mai gekannt hatte, sprach der zurückgetretene FPÖ-Chef und spätere Vizekanzler Heinz Christian Strache von Staatsaufträgen gesprochen, die man im Fall einer Regierungsbeteiligung der FPÖ Haselsteiners Baukonzern Strabag entziehen wolle.

Während Haselsteiner keine Indizien für eine Benachteiligung seines Bauunternehmens Strabag sieht, will Haselsteiner nun die Westbahn-Entscheidungen „penibel untersuchen“ lassen.

Bei den nun anstehenden Nationalratswahlen will der bekennende Liberale noch einmal die Neos unterstützen. Falls das Parlament entscheidet, dass Großspender verboten werden - womit Haselsteiner einverstanden wäre - schlägt er ein neues System der Parteifinanzierung vor, damit Großparteien das Aufkommen von jungen, innovativen Parteien nicht verhindern können.


Das Interview lesen Sie im trend - Ausgabe Nr. 22/2019 vom 29. Mai 2019.


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