Handelskonflikte - 4 Fakten: Wer hebt wie viel Zoll ein

Handelskonflikte - 4 Fakten: Wer hebt wie viel Zoll ein

RBI-Chefanalyst Peter Brezinschek hat den Handelskonflikt zwischen den USA und China und zwischen den USA und der EU analysiert. Das derzeitig handelspolitische Thema Nummer 1 kann in 4 Fakten auf den Punkt gebracht werden.

  1. Durchschnittliche Zollsätze
    Hier führt Südkorea (13,9 Prozent) vor China (9,9), der Schweiz (6,3), der EU (5,2), Kanada (4,1), Japan (4), den USA (3,5) und Australien (2,5).
  2. Wer schützt welche Produkte mit Zöllen
    Die USA schützen vor allem Agrarprodukte mit Zöllen und hier vor allem Tabak(produkte) und Erdnuss(produkte) mit immensen Zöllen. Die EU schützt eher Pkw.
  3. Leistungsbilanzen der USA mit der EU und mit CHINA
    Die USA erzielen gegenüber der EU einen minimalen Leistungsbilanzüberschuss von 2 Mrd. US-Dollar (zweites Quartal 2017 bis inklusive erstes Quartal 2018). Man kann also von einer ausgeglichenen Bilanz sprechen, denn die 2 Mrd. Dollar könnten der statistischen Schwankungsbreite unterliegen.
    Gegenüber China haben die USA ein riesiges Minus in der Leistungsbilanz in der Höhe von 369 Mrd. Dollar.
  4. Fahrzeughandel der EU mit den USA
    Die Pkw-Exporte aus der EU und auch aus der Eurozone in die USA belaufen sich auf gut 0,2 Prozent des BIP. Bei einzelnen EU-Staaten schaut das anders aus. Bei Österreich sind es unter 0,1 Prozent des BIP.
    Die Slowakei aber - die größte Autoproduzentin der Welt bezogen auf die Anzahl der Einwohner - exportiert mit Pkw mehr als 1,6 Prozent ihres BIP in die USA.
    In Deutschland sind es mehr als 0,6 Prozent, Großbritannien fast 0,4 Prozent und auch in Italien gut 0,2 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Das erklärt, warum Kfz-Strafzölle der USA Europa wirklich stärker treffen würden.

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