Handel kann mit Rekord-Weihnachtsgeschäft rechnen

Handel kann mit Rekord-Weihnachtsgeschäft rechnen

Die Vorweihnachtszeit ist für den Handel die wichtigste des Jahres. 2017 werden Rekordumsätze erwartet.

Die Österreicher sind kauflustiger denn je. Im Weihnachtsgeschäft kann der heimische Einzelhandel einer WIFO-Prognose zufolge mit einem Mehrumsatz von 1,29 Milliarden Euro rechnen. Gegenüber 2016 werden die Österreicher um etwa vier Prozent mehr ausgeben.

Die Wirtschaft floriert. Das schlägt sich auch auf die Kauflust der Österreicher nieder. Sie werden einer aktuellen WIFO-Prognose zufolge im kommenden Weihnachtsgeschäft wieder mehr Geld ausgeben als jemals zuvor. Die Wirtschaftsforscher prognostizieren dem heimischen Einzelhandel aus dem Weihnachtsgeschäft Mehreinnahmen von 1,29 Milliarden Euro. Die Österreicher werden um rund 52 Millionen Euro oder etwa vier Prozent mehr Geld ausgeben als im Vorjahr.

Mit dem ersten Einkaufssamstag im Advent, der im Jahr 2017 auf den 2. Dezember fällt, wird im Handel traditionell das Weihnachtsgeschäft eingeläutet. Und bei den Österreichern sitzt in der Zeit bis zur großen Bescherung das Geldbörsel besonders locker. Im Handel liegen die Umsätze zum Jahresschluss rund 25 Prozent über normalen Monaten, In vielen Branchen, wie etwa dem Spielwarenhandel, dem Handel mit Uhren und Schmuck oder dem Buchhandel, liegen die Dezember-Spitzen noch deutlich darüber. Bei Uhren, Schmuck und Spielwaren um rund 150 Prozent über normalen Monaten (siehe Grafik). Unterm Strich kann jeder fünfte im Dezember umgesetzte Euro direkt Weihnachtseinkäufen zugerechnet werden.

Dezember-Spitzen ausgewählter Einzelhandelsbranchen. Quelle: Statistik Austria, WIFO-Berechnungen

Dezember-Spitzen ausgewählter Einzelhandelsbranchen. Quelle: Statistik Austria, WIFO-Berechnungen

Erwartungen über Rekordjahr 2016

Schon die gute Kauflaune im Weihnachtsgeschäft 2016 war dem WIFO-Experten Jürgen Bierbaumer-Polly auf die sich verbessernde Konjunkturentwicklung, gepaart mit den Anreizen der Steuerreform zurückzuführen. Insgesamt setzte der Handel im Dezember des Vorjahres 6,15 Milliarden Euro um. Obwohl diese Vorlage bereits recht hoch ist rechnet Bierbaumer-Polly mit weiter steigenden Ausgaben und begründet diese mit einer über das Jahr weiter verbesserten Konjunkturdynamik. So hat sich das Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorjahr von 1,5 Prozent auf 2,8 Prozent verbessert und der Arbeitsmarkt deutlich entspannt.

Der tatsächliche Ausgang des Weihnachtsgeschäfts bleibt wie immer abzuwarten. Er hängt zudem auch von einer Vielzahl an teils schwer quantifizierbaren Faktoren ab. Die anhaltende Verlagerung des Geschäfts in Richtung des vom US-Konzern Amazon dominierten Online-Handels ist für 2017 noch nicht abschätzbar, ebenso wenig ob die gestiegene Bedeutung von bereits im November abgehaltenen Aktionstagen wie Black Friday und Cyber Monday das Dezember-Geschäft belastet.

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