Halloween: Keine Geisterstunde im Handel

Halloween: Keine Geisterstunde im Handel

Horror-Clowns jagen dem Handel keinen Schrecken ein.

An Halloween mag es vielleicht Kindern gruseln, der Handel kann sich rund um den 31. Oktober jedoch die Hände reiben. Auch im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft ist keineswegs "saures" zu erwarten.

Wenn zu Halloween wieder die Geister (und heuer vielleicht auch die Gruselclowns) unterwegs sind, dann fürchtet sich einer bestimmt nicht, und das ist der Handel. Denn das ursprünglich keltische Fest, das eigentlich den Beginn des Winterhalbjahrs markiert, ist auch bei uns ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden und gilt außerdem als Stimmungs-Test für das Weihnachtsgeschäft.


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In den USA erwartet der Handel heuer Umsätze im Ausmaß von 8,4 Milliarden Dollar zu Halloween, was einer Steigerung von über 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gleichkommen würde. Mehr als ein Drittel der Summe wird übrigens für Kostüme ausgegeben, gefolgt von Süßigkeiten und Dekorationen. Immerhin 390 Millionen Dollar entfallen auf Grußkarten, was in Zeiten von Facebook und Co dann doch überrascht.

In Österreich haben sich die Umsätze zu Halloween laut Ökonomen auf hohem Niveau stabilisiert, landesweit werden etwas über 40 Millionen Euro ausgegeben.

Zuwächse im Weihnachtsgeschäft

Die US Handelskammer hat auch schon ihre Prognose für das heurige Weihnachtsgeschäft herausgegeben, und die fällt durchaus optimistisch aus. Man erwartet eine Umsatzsteigerung von 3,6 Prozent auf 655 Milliarden Dollar. In dieser Zahl sind übrigens Autohändler, Tankstellen und Restaurants ausgenommen, um ein realistisches Bild des eigentlichen Weihnachtsgeschäftes zu erhalten. Wenn diese Prognose eintritt, würde das diesjährige US Weihnachtsgeschäft über dem Ergebnis des Jahres 2015 und auch über dem Schnitt der letzten 10 Jahre liegen.

Natürlich kann bis Weihnachten aber noch einiges schief gehen. Einerseits ist ein Wahlsieg von Trump am 8. November nicht völlig ausgeschlossen. Sollte allerdings wie erwartet Hillary Clinton amerikanische Präsidentin werden, wird die US Notenbank bei ihrer Sitzung Mitte Dezember wahrscheinlich die Zinsen anheben.

Zuletzt gab es auch bei einigen Konsumwerten enttäuschende Quartalszahlen, und das US Verbrauchervertrauen blieb hinter den Erwartungen zurück. Bleibt also zu hoffen, dass der Handel zu Halloween nicht doch noch einen Schreck kriegt.


Monika Rosen ist Chefanalystin, Bank Austria Private Banking.
Folgen Sie der Autorin auf Twitter: @Monika_Rosen

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