Hacker-Attacke erschüttert USA: 143 Millionen Betroffene

Bei einem Hacker-Angriff auf die US-Wirtschaftsauskunftei Equifax wurden Sozialversicherungsnummern, Namen, Geburtsdaten und Adressen - von vermutlich 143 Millionen Privatpersonen erbeutet.

Hacker-Attacke erschüttert USA: 143 Millionen Betroffene

Über 40 Prozent der US-Bürger könnten Opfer der Hacker-Attacke auf Equifax sein.

Hacker haben bei der Wirtschaftsauskunftei Equifax Daten von bis zu 143 Millionen US-Verbrauchern - das wären über 40 Prozent der US-Bevölkerung - sowie einigen Kunden aus Kanada und Großbritannien erbeutet. Der Datendiebstahl gefährdet die Betroffenen besonders, weil sich die Täter Zugang zu Namen, Geburtsdaten und Adressen und Sozialversicherungsnummern der Opfer verschafft haben.

Die Attacke ist im Zeitraum von Mitte Mai bis Juli erfolgt. In über 200.000 Fällen sind obendrein Kreditkartennummern und zum Teil auch Führerscheindaten betroffen, die in Amerika ebenfalls oft zur Identifikation dienen. Während Kreditkarten und Führerscheine ausgetauscht werden können wird die Sozialversicherungsnummer in Kombination mit Namen, Geburtsdaten und Adressen oft zur Identifizierung im Alltag, etwa für Mobilfunk-Verträge oder Kreditanfragen genutzt. Betrüger könnten daher etwa mit Hilfe der gestohlenen Daten Identitätsdiebstahl betreiben oder Kredite in fremdem Namen aufnehmen.

Der Vorfall wurde Ende Juli bei einer internen Untersuchung aufgedeckt, die Sicherheitslücke Equifax zufolge danach sofort geschlossen.

Börsen-Insider-Informationen vermutet

Auffallend ist in dem Zusammenhang, dass Equifax-Finanzchef John Gamble und zwei weitere Top-Manager in den ersten August-Tagen Aktien des Unternehmens im Wert von rund rund 1,8 Millionen Dollar verkauft haben. Einem Sprecher zufolge hätten die Manager aber nur einen geringen Teil ihrer Anteile verkauft und zu dem Zeitpunkt nichts von dem Angriff gewusst.

Die Equifax-Aktie fiel nach Bekanntwerden des Angriffs jedoch um über 13 Prozent. Aufsichtsbehörden wurden informiert und externe Spezialisten mit einer forensischen Prüfung beauftragt. Es sei noch zu früh, die Kosten zu beziffern.

Vorstandschef Richard Smith entschuldigte sich bei den betroffenen Kunden und sprach von einem Schlag, der auf das Herz des Unternehmens gezielt habe. Für Equifax ist der Vorfall besonders unangenehm, weil das Unternehmen selbst Produkte gegen Daten- und Identitätsdiebstahl durch Hacker anbietet.

Bereits 2013 sollen Medienberichten zufolge bei Equifax Finanzdaten und persönliche Informationen von US-Prominenten entwendet worden sein. Zu den Betroffenen zählten damals unter anderen Beyonce, Ashton Kutcher und Mel Gibson, aber auch die damalige First Lady Michelle Obama sowie Ex-Vize-Präsident Joe Biden.

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