Die neuen Habsburger: Ferdinand, der Rasende

Ferdinand Zvonimir Habsburg-Lothringen

Ferdinand Zvonimir Habsburg-Lothringen

Ferdinand Zvonimir Habsburg-Lothringen, Rennfahrer

Im Motorrennsport, sagt er, "ist es egal, ob ich Habsburg heiße oder nicht - so lange ich schnell fahre." Der 21-Jährige, Urenkel des letzten österreichischen Kaisers, Karl, ist von Tempo und Leistung wie besessen, und seine Eltern fordern sie auch von ihm ein: Wenn er in der Formel-3 ein gutes Rennen fuhr, bekam er grünes Licht für ein paar Tage Urlaub. Wenn er hingegen mittelprächtig bis schlecht unterwegs war, hieß es sofort: ab ins Training. 2017 beendete er die Rennsaison als Siebenter, 2018 an 13. Stelle.

Sein ultimatives Ziel ist logischerweise die Formel-1: "Da kann man richtig viel Geld verdienen." Dass sich die Anlaufinvestitionen für ein Cockpit in der Königsklasse laut Experten auf sieben bis acht Millionen Euro summieren können, ist ihm klar. "Meinen Eltern vielleicht noch nicht", lacht er, "aber einen Teil kann man ja über Sponsorings hereinbekommen." Da ist, gibt er zu, sein Name dann doch manchmal Türöffner, jedenfalls in Österreich. Eine weitere potenziell lukrative Nische seien Endurance- Rennen wie die 24-Stunden-Rennen von Le Mans oder Daytona.

Dass er nicht bloß mitfahren will, wie etwa Prinz Hohenlohe bei Skirennen, hat er hinlänglich bewiesen. "Nur an den Sieger erinnert man sich", hat er sich eingebläut. Riskante Manöver, sagt der junge Habsburger, hätten auch Fahrer wie Gilles Villeneuve oder Ayrton Senna einst zu Legenden gemacht.

Mit Senna, dem 1994 tödlich verunglückten Brasilianer, verbindet ihn auch ein tiefer Glaube, den er selbst in seinem Betätigungsfeld wieder stärker sichtbar machen will: "Es gibt im Sport so wenige religiöse Menschen." Nach Vorbildern in der eigenen Familie muss er da nicht lange suchen, allen voran beim 2004 selig gesprochenen Kaiser Karl. "Ich wünschte mir, ich wäre im Glauben so stark wie mein Urgroßvater. Was er für die katholische Kirche gemacht hat, war eine Riesensache."


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