Die 5 Top-Termine für Griechenland im Juli

Die 5 Top-Termine für Griechenland im Juli

Die kommenden Tage werden zeigen, ob Griechenland auf den Grexit zusteuert oder es gelingt, eine Einigung mit den Geldgebern zu erzielen. Nach dem NEIN beim griechischen Referendum will Regierungschef Alexis Tsipras binnen 48 Stunden ein Verhandlungsergebnis präsentieren. Im Juli sind es nun noch fünf weitere wichtige Temine für Griechenland und Europa - daunter eine Rückzahlung an die Europäische Zentralbank (EZB) in der Höhe von 3,5 Milliarden Euro.

Athen/Brüssel Das hoch verschuldete Griechenland steuert auf die Staatspleite zu. Wie es in den nächsten Wochen weitergeht:

Montag 6. Juli EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker verabredete sich für den Nachmittag mit dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, und Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem zu einer Telefonkonferenz. Der für den Euro zuständige Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis informiert am Mittag die Presse zur Lage.
Die Europäische Zentralbank (EZB) wird voraussichtlich über die Versorgung von Griechenlands Banken mit Notkrediten befinden, die zuletzt nicht mehr erhöht wurden. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) reist nach Paris und kommt am Abend mit dem französischen Präsidenten François Hollande zusammen, um sich über das Vorgehen auf europäischer Ebene abzustimmen.

Dienstag, 7. Juli Die Euro-Finanzminister kommen um 13 Uhr in Brüssel zusammen, um die Lage zu beurteilen. Sie bereiten einen Sondergipfel der 19 Staats- und Regierungschefs der Währungsunion am Abend vor (18.00 Uhr).
Nach bisherigem Stand sollten die griechischen Banken wieder öffnen. Die Regierung hatte zunächst bis zum 6. Juli die Kapitalverkehrskontrollen beschlossen - die Geldausgabe wurde dadurch auf 60 Euro pro Tag und Bürger beschränkt. Wie es weitergeht, hängt von der EZB ab und ob sie die Notversorgung mit Krediten wieder erhöht. Sonst könnte es auch bald an den Bankautomaten keine Euro-Scheine mehr geben.

Freitag, 10. Juli Griechische Staatspapiere mit kurzen Laufzeiten (T-Bills) in Höhe von 2 Mrd. Euro werden fällig und müssten durch neue abgelöst werden. Da sie insbesondere von privaten Gläubigern gehalten werden, könnte ein Ausfall die Bewertung beeinflussen, ob Griechenland bankrott ist. Denn nicht zurückgezahlte Schulden gegenüber Privatgläubigern sind für die großen Ratingagenturen das entscheidende Kriterium, um ein Land als zahlungsunfähig einzustufen.

Montag, 13. Juli Nächstes reguläres Treffen der Finanzminister der Eurozone in Brüssel. Am selben Tag muss Athen eigentlich weitere 455 Mio. Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Bei der Washingtoner Organisation ist Griechenland bereits in Zahlungsverzug, nachdem es am 30. Juni fällige 1,5 Mrd. Euro nicht überwiesen hat.

Dienstag, 14. Juli Nun tagen die Finanzminister der gesamten EU aus 28 Staaten. Zudem werden japanische Yen-Anleihen fällig, die von privaten Gläubigern Griechenlands gehalten werden. Der Betrag ist mit rund 83 Mio. Euro aber relativ gering.

Montag, 20. Juli Athen muss insgesamt rund 3,5 Mrd. Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückzahlen. Sollte diese Zahlung ausfallen, dürfte es der EZB laut Experten kaum noch möglich sein, weiter ELA-Kredite an griechische Banken zu vergeben.

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