Schweizer Franken: Die Gewinner und Verlierer

Es war völlig überraschend, dass die Schweizer Nationalbank am Donnerstag den Wechselkurs freigegeben hat. Die Anleger wurden auf dem falschen Fuß erwischt. An der Schweizer Börse spricht man von einem Gemetzel: Der Frankenkurs ist am Vormittag um bis zu 30 Prozent abgestürzt. Im Sog des Kurssturzes fiel der Euro zum Dollar auf ein Elf-Jahrestief. Für 1 Euro mussten zeitweise nur noch 0,89 Franken berappt werden. Am Nachmittag wurde für 1 Euro dann wieder 1,02 Franken bezahlt, was noch immer einem Minus von satten 14 Prozent entspricht. Und die Stimmen, dass die Schweiz in eine Rezession schlittert mehren sich. Wo es Verlierer gibt, steht aber auch der Gewinner nicht weit.

Die Börsenkurse tiefrot

Die Börsenkurse tiefrot

Die Aktien an der Züricher Börse gingen ebenso auf Talfahrt. Der Schweizer Aktienindex SMI brach zeitweise um 14 Prozent ein. Verlierer waren die Schweizer Unternehmen. Für Interessenten für Schweizer Aktien und Investoren wird die Veranlagung teurer. Händler befürchten bereits, dass die Schwankungsbreiten mit der Aufgabe des Mindestkurses höher werden, die Schweizer Börse weniger attraktiv für Anleger ist. Im Vorjahr waren die Schweizer noch Vorzeigeschüler. Der SMI hatte um 18,8 Prozent zugelegt.

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