Fusion: Miba weitet Industriesparte kräftig aus

Fusion: Miba weitet Industriesparte kräftig aus

Durch effiziente Gleitlager in der Industrie wollen Miba und Zollnern künftig gemeinsam helfen Kunden Energie zu sparen.

Mit 1. Oktober 2019 geht das mühsam erkämpfte Joint Venture der Laakirchner Zulieferers Miba und des deutschen Industriespezialisten Zollern operativ an den Start. Was sich die Führung davon erhofft.

Es ist soweit. Nach langem Tauziehen geht das Joint Venture der beiden Gleitlagerspezialisten Miba und Zollern nun nach einer deutschen Ministererlaubnis am 1. Oktober 2019 an den Start. Die Keimzelle der oberösterreichischen Miba, die Produktion von Gleitlagern, wird dadurch massiv gestärkt.


Das deutsche Bundeskartellamt hatte ursprünglich den Zusammenschluss verboten, da die Firmen bei Gleitlagern für Großmotoren, wie sie etwa in Schiffen, Lokomotiven oder Stromaggregaten eingesetzt werden, bereits jeder für sich eine starke Marktstellung hatten, und durch den Zusammenschluss die Alternativen für Abnehmer noch geringer sind.

Aber um gegen die internationale Konkurrenz besser auftreten zu können, ging der Deal dennoch durch. "Ziel des neuen Unternehmens ist es, die Stärken der beiden Unternehmen im Gleitlagergeschäft zu bündeln und dadurch im weltweiten Wettbewerb noch besser positioniert zu sein", so Miba-Vorstandsvorsitzender Peter Mitterbauer.

Miba übernimmt Führerschaft
Die Zusammenarbeit der beiden Gleitlagerspezialisten, Gleitlager sind eines der großen Unternehmenszweige von Miba, bringt zwei große Player am Markt zusammen. Die Miba bringt ihre fünf Motorengleitlager-Produktionsstandorte ein, Zollern ein Motorengleitlager- und zwei Industriegleitlager-Werke.
Die Miba hält an dem neuen Unternehmen 74,9 Prozent und übernimmt die industrielle Führerschaft.

Weltweit zwölf Produktionsstandorte
Die Miba Bearing Group war schon bisher als Gleitlager-Spezialist mit neun Produktionsstandorten in den wichtigen Kundenmärkten vertreten. Durch die Integration der drei Gleitlager-Werke von Zollern wächst sie auf weltweit zwölf Produktionsstandorte in Europa, den USA, Brasilien und China.

Gas- und Dampfturbinen für die Herstellung von Energie
Mit dem Schritt wird vor allem das Industriegleitlager-Geschäft der Miba weiter ausgebaut. Es wächst von vier auf sechs Produktionsstandorte in Deutschland, den USA und in Brasilien. Die Motorengleitlager werden für Großmotoren wie etwa in Schwer-Lkw bis hin zu den großen Schiffsmotoren gebraucht. Industriegleitlager sind essentielle Teile in großen Gas- und Dampfturbinen und Kompressoren verwendet und etwa für die Energieherstellung benötigt. So baut Miba Gleitlager für Windkraftanlagen,


Potential für Effizienzsteigerung

Breites industrielles Einsatzgebiet
"Dort bietet sich auch noch Potential für Effizienzsteigerungen. Es passt in unsere Strategie 'Technologien für einen sauberen Planeten'“, resümiert Miba-Boss Peter Mitterbauer. Einsatzgebiete für Industriegleitlager sind die Öl- und Gasindustrie, die chemische Industrie, Energieerzeugung und die Industrieproduktion im Allgemeinen.

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