Fritz Kaltenegger sperrt café+co in Bosnien und Kroatien zu

Ex-ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger ist seit hundert Tagen Boss von café+co. Höchste Zeit für Aktionen: Das Unternehmen zieht sich aus Kroatien und Bosnien- Herzegowina zurück. Rumänien steht auf dem Prüfstand.

Fritz Kaltenegger sperrt café+co in Bosnien und Kroatien zu

Fritz Kaltenegger ist Österreichs Mister Coffee-to-Go. Er ist Herr über mehr als 72.000 Automaten sowie etliche Selbstbedienungscafés.

"Nein, ich habe keine Ambitionen mehr. Keine Verlockung der Welt bringt mich zurück." Sagt Fritz Kaltenegger, von 2008 bis 2011 Generalsekretär der ÖVP.

Seit 1. April ist Kaltenegger CEO des zur Leipnik-Lundenburger AG (LLI) gehörenden Unternehmens café+co. Der Kaffeeautomatenbetreiber hat Im ersten Geschäftshalbjahr 2016/17 den Umsatz gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 7 Prozent auf 102 Mio. Euro gesteigert. Pro Tag werden 1,9 Millionen Mal ein Heiß- oder Kaltgetränk oder Snack aus einem der über 70.000 Automaten konsumiert. im Jahr 2015/16 hat café+co mit 1800 Mitarbeitern bei rund 205 Millionen Euro Umsatz einen Gewinn von 21 Millionen Euro erzielt.

Allerdings läuft das Geschäft in einigen Märkten nicht so rund, wie man sich es bei der Raiffeisen-Tochter erwartet. Kaltenegger hat nun den Rückzug aus Kroatien und Bosnien-Herzegowina beschlossen. Und das Geschäft in Rumänien bekommt nochmals eine Gnadenfrist. Dort steht die Tochter auf dem Prüfstand. 80 Prozent des Umsatzes macht cafe+co in Österreich, Ungarn, Tschechien und Slowenien.

Recht gut laufen hingegen die Geschäfte in Serbien, Polen und Slowenien. Vor allem in Polen boomt das Geschäft. Kaltenegger will trotz Exit in Kroatien und Bosnien die Expansion im Blick behalten. So will der Ex-ÖVP-Generalsekretär mit café+co in die Schweiz expandieren. Wann? No comment.


Die ganze Geschichte - "Lieber eine Tasse Kaffee als Politik" - lesen Sie im trend. Ausgabe 28-29/2017 vom 14. Juli 2017.
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