Französische Regierung ruft Barroso zu Verzicht auf Bankenjob auf

Französische Regierung ruft Barroso zu Verzicht auf Bankenjob auf

Manuel Barroso wechselt die Seite.

Der Ex-EU-Kommissionschef Manuel Barroso wird bei Goldman Sachs einen Beraterjob übernehmen. Europastaatssekretär Harlem Desir wirf Barroso vor, "Anti-Europäern" den Weg zu bahnen.

Paris. Die französische Regierung hat den ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso aufgerufen, auf seine neue Anstellung bei der US-Investmentbank Goldman Sachs zu verzichten.

Mit dem Wechsel bereite Barroso den "Anti-Europäern" den Weg, sagte der französische Europastaatssekretär Harlem Desir am Mittwoch in der Nationalversammlung in Paris. "Ich rufe ihn deswegen feierlich auf, auf diesen Posten zu verzichten."

Goldman Sachs hatte vergangene Woche mitgeteilt, Barroso als Berater und "Präsident ohne Geschäftsbereich" anzustellen. Er soll die Bank mit Blick auf die Folgen des Brexit beraten. Die Personalie rief schnell Kritik hervor.

Desir sprach am Mittwoch von einer "skandalösen" Anstellung, insbesondere wegen der Rolle, die Goldman Sachs bei der Finanzkrise 2008 gespielt habe. Barroso begehe einen "moralischen, politischen, berufsethischen" Fehler und erweise dem europäischen Projekt einen Bärendienst.

Mit seiner Anstellung bei Goldman Sachs verstößt Barroso nicht gegen geltende Regelungen. Eineinhalb Jahre nach Abschluss ihres Mandats steht früheren Kommissionsmitgliedern frei, neue Verpflichtungen einzugehen.

Barroso war von 2002 bis 2004 Regierungschef von Portugal. Danach leitete der Konservative bis Ende Oktober 2014 die EU-Kommission in Brüssel.

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