Forum Alpbach 2019: "Freiheit und Sicherheit"

Freiheit und Sicherheit" lautet das Motto des diesjährigen Europäischen Forum Alpbach vom 14. bis 30. August. Die offizielle Eröffnung findet am 18. August statt.

Forum Alpbach 2019: "Freiheit und Sicherheit"

Das Generalthema "Freiheit und Sicherheit" steht im Mittelpunkt des diesjährigen Europäischen Forums Alpbach, das von 14. bis 30. August in Tirol über die Bühne geht. Insgesamt werden rund 5.200 Teilnehmer erwartet, darunter auch heuer wieder prominente Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Der Kongress findet bereits seit 1945 statt.

"Das Thema ist an sich schon spannend - dieses Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit, das ja ständig weiter wächst", hielt Forumspräsident und Ex-EU-Kommissar Franz Fischler im Vorfeld fest. "Es ist tatsächlich so, dass die Menschheit sich schon immer schwergetan hat, mit Freiheit umzugehen."

Aus der Überzeugung heraus, dass man den Dingen wieder mehr auf den Grund gehen müsse und nicht nur an der Oberfläche bleiben könne, gibt es in diesem Jahr unter anderem neue Formate, die beispielsweise spezifisch für politische Entscheidungsträger oder CEOs gestaltet sind und wo auch in einem kleineren Kreis vertieft diskutiert werden kann. "Natürlich haben wir weiterhin viele Plenarveranstaltungen", sagte Fischler dazu - "insgesamt rund 120 Veranstaltungen, aber neu dazugekommen ist, dass wir an bestimmten Punkten stärker in die Tiefe gehen wollen". Diese Punkte beträfen vor allem die Themenfelder Nachhaltigkeit, Demokratie und "natürlich Europa - man könnte das auf die Frage zuspitzen, was wollen wir noch miteinander in Europa?"

Spitzen aus Wirtschaft und Politik

In Alpbach erwartet werden im Laufe der zweieinhalb Forumswochen unter anderen EU-Kommissar Günther Oettinger, der Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Thomas Greminger, der Direktor der EU-Grundrechteagentur (FRA), Michael O'Flaherty, die Präsidentin der UNO-Generalversammlung, Maria Fernanda Espinosa Garces, der ehemalige UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und der frühere Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Pascal Lamy.

Von österreichischer politischer Seite nehmen Bundespräsident Alexander Van der Bellen und zahlreiche Mitglieder der Bundesregierung an den Veranstaltungen teil. Angekündigt sind etwa Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein, Vizekanzler und Justizminister Clemens Jabloner, Außenminister Alexander Schallenberg und Verteidigungsminister Thomas Starlinger.

Im Vergleich zu manchen vergangenen Jahren finden sich heuer weniger internationale Regierungspolitiker auf der Teilnehmerliste. Das liegt laut Fischler an der derzeitigen "innerösterreichischen Situation" und sei "den Umständen geschuldet". In den vergangenen Jahren habe er immer gesagt, "die österreichischen Minister sind herzlich eingeladen, sie sollen aber in Begleitung eines ausländischen Kollegen kommen. Diese Möglichkeit ist heuer eingeschränkt", so der Forumspräsident unter Verweis auf die aktuelle Beamtenregierung.

Kongress-Programm

Traditionell beginnt die Konferenz mit der Seminarwoche, die eine Kombination aus wissenschaftlichen, künstlerischen und handlungsorientierten Seminaren bietet und das "wissenschaftliche Herzstück" des Forums bildet. Dann folgen mehrtägige Symposien zu den Themen Gesundheit, Technologie, Politik und Recht, Wirtschaft und Finanzmarkt.

Feierlich eröffnet wird das Forum im Rahmen der Tiroltage am 18. August. Die Eröffnungsrede wird der Philosoph Josef Mitterer vortragen. Die Eröffnungsrede zu den ebenfalls am 18. August beginnenden Alpbacher Gesundheitsgespräche, hält der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz.


Das Detailprogramm des Europäischen Forums Alpbach 2019 ist abrufbar unter www.alpbach.org

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