Forbes-Liste der Milliardäre - Mateschitz auf Platz 57 abgerutscht

Das Vermögen des Red-Bull-Gründers verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Mrd. auf 16,5 Mrd. Dollar. Amazon Jeff Bezos bleibt die Nummer 1. US-Präsident Donald Trumps Vermögen halbierte sich.

Forbes-Liste der Milliardäre - Mateschitz auf Platz 57 abgerutscht

Wien. Der 75-jährige Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ist auch 2020 der mit Abstand reichste Österreicher, wie aus der in New York veröffentlichten Milliardärsliste des US-Wirtschaftsblatts "Forbes" hervorgeht. Im weltweiten Vergleich rangiert er mit einem Vermögen von 16,5 Mrd. Dollar (15,2 Mrd. Euro) auf Platz 57 der Superreichen. 2019 hatte er noch um 2,4 Mrd. Dollar mehr und lag auf Rang 53.

Mit einem Nettovermögen von 6,5 Mrd. Dollar deutlich hinter Mateschitz belegt Novomatic-Eigentümer Johann Graf (73) als zweitreichster Österreicher international Platz 230. Gegenüber dem Vorjahr schmolz sein Vermögen der Erhebung zufolge um 1,6 Mrd. Dollar, wodurch er von Platz 181 um 49 Ränge nach unten rutschte.

Der Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko (43) verlor hingegen nur 200 Mio. Dollar seines Vermögens, das derzeit bei 4,7 Mrd. Dollar liegt. Der nunmehr drittreichste Österreicher, der erst seit vergangenem Jahr in der Forbes-Liste Erwähnung findet, verbesserte sich aber dennoch gleich zum Start von Platz 365 auf 361.

Der in derselben Branche tätige Wiener Immobilienunternehmer Georg Stumpf (47) vermehrte sein Vermögen im Jahresabstand von 3 Mrd. auf 4,4 Mrd. Euro. Damit rückte der im nationalen Vergleich viertreichste Österreicher auf der weltweiten Liste sogar von Platz 745 auf nunmehr 401 merklich nach oben.

Reichste Österreicherin und damit hierzulande insgesamt unter den Top-5 liegt die Kaufhaus-Erbin Heidi Horten (79) mit 3 Mrd. Dollar, was auf der internationalen Forbes-Liste aktuell Rang 680 bedeutet, nach Platz 715 im Vorjahr. Ihr Vermögen verringerte sich im Jahresabstand um 100 Mio. Euro.

Damit liegt sie deutlich vor dem in Hongkong lebenden Reeder Helmut Sohmen (80), dessen Rang sich von 916 auf 1.135 verschlechterte. Das Vermögen des gebürtigen Linzers verringerte sich von 2,5 Mrd. auf 1,9 Mrd. Dollar. Gleichauf mit Sohmen liegt der heimische Investor Michael Tojner (54), dem unter anderem der Batteriehersteller Varta und die Industriegruppe Montana Tech gehören, mit ebenfalls 1,9 Mrd. Dollar.

Hinter den beiden folgen international auf Platz 1.730 Andritz-Chef Wolfgang Leitner (67) mit 1,2 Mrd. Dollar - um 500 Mio. Dollar weniger als im Vorjahr - sowie der Waffenhersteller Gaston Glock (91) und Familie auf Rang 1.851 mit 1,1 Mrd. Dollar.

Die Coronavirus-Krise belaste auch die Reichsten der Welt, schreibt das amerikanische Wirtschaftsmagazin. Jeder Zweite von ihnen sei wegen starker Verluste an den Finanzmärkten weniger vermögend als im Vorjahr. Insgesamt zählte "Forbes" 2.095 Milliardäre - um 58 weniger als 2019. In Summe schrumpfte deren Vermögen um 700 Mrd. auf 8 Billionen Dollar.

Jeff Bezos bleibt die Nummer 1

Der reichste Mensch der Welt ist das dritte Jahr in Folge Amazon-Chef Jeff Bezos (56). Obwohl der Amazon-Chef Bezos seiner Ex-Frau MacKenzie bei der Trennung ein Aktienpaket im Wert von etwa 36 Milliarden Dollar überließ, bleibt er laut "Forbes" mit einem Vermögen von 113 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt.

An zweiter Stelle folgt Microsoft-Gründer Bill Gates (64) mit 98 Mrd. Dollar, vor dem Chef des französischen Luxusgüter-Konzerns LVMH, Bernard Arnault, und Familie mit 76 Mrd. Dollar, der an US-Starinvestor Warren Buffett vorbei. Die reichste Frau in der Liste ist Alice Walton, Tochter des Walmart-Gründers Sam Walton. Sie belegt mit 54,4 Milliarden Dollar den neunten Rang.

Insgesamt zählte "Forbes" 2.095 Milliardäre - 58 weniger als im Vorjahr - deren Vermögen um 700 Milliarden (649 Mrd. Euro) auf acht Billionen Dollar (7,41 Bill. Euro) schrumpfte.

Das Vermögen von US-Präsident Donald Trump etwa sank aufgrund der Corona-Pandemie laut "Forbes" binnen eines Monats um eine Milliarde auf 2,1 Milliarden Dollar. Trump stürzte deshalb von Platz 715 auf Platz 1001 ab.

Das Milliardärs-Ranking des Blatts basiert jedoch lediglich auf Schätzungen, für die "Forbes" öffentlich zugängliche Informationen zu Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien, Kunstobjekten oder Luxusgütern sammelt. Es gibt immer wieder Zweifel an der Zuverlässigkeit der Angaben. Die Erhebung wurde am 18. März abgeschlossen. Tagesaktuelle Schätzungen veröffentlichen "Forbes" und der Rivale "Bloomberg Billionaires" auf ihren Websites.

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