Finanzmarktaufsicht warnt vor unseriösen Finanzdienstleistern

Finanzmarktaufsicht warnt vor unseriösen Finanzdienstleistern

FMA warnt vor Fallen am Finanzmarkt

Aktuell ortet die Finanzmarktaufsicht (FMA) potentielle Fallen am Finanzmarkt. Konkret warnt die FMA vor den Unternehmen "Pacific Sunrise UK Ltd." und "Eur Investment Limited". Außerdem sollen sich hinter den Produkten "binäre Optionen" und "Differenzkontrakte" meist "hochriskante Termingeschäfte" verstecken.

In letzter Zeit häufen sich wieder die Warnungen der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) vor unseriösen Finanzdienstleistern. Aktuell warnt die FMA vor "Pacific Sunrise UK Ltd. (CFDStocks.com)" und "Eur Investment Limited", beide mit Sitz in London - angeblich. Beide seien nicht berechtigt, in Österreich Bankgeschäfte zu erbringen, geht aus dem Amtsblatt am Dienstag hervor.

Die FMA warnt ausdrücklich davor, Kunde eines Unternehmens zu werden, das nicht von einer staatlichen Behörde die erforderlich Zulassung hat. Und vor allem: Verbraucher sollten sich nicht durch hohe Gewinnversprechungen bei angeblich geringem Risiko blenden lassen.

Aktuell werden in sozialen Medien und über Inserate Produkte wie "binäre Optionen" (trend berichtete) und "Differenzkontrakte" (CFD) beworben. Diese seien aber höchst spekulativ und komplex und ungeeignet für den Privatanleger. Solche Produkte seien in der Regel nicht standardisiert. Ein Vergleich sei laut FMA daher kaum möglich. Außerdem würden sie vielfach ohne Beratung vertrieben. Die Werbebotschaften suggerierten zudem dabei fälschlicherweise, dass nur geringe oder keine Risiken involviert wären.

Verboten in den USA

In Wahrheit handle es sich laut FMA dabei um "hochriskante Termingeschäfte", bei denen der Anleger darauf wettet, dass der Kurs einer Aktie oder einer Währung in der Zukunft über oder unter einem definierten Schwellenwert liegt. Wird die Wette verloren, tritt also der vom Anleger prognostizierte Fall nicht ein, verliert der Anleger im Fall einer "binären Option" sein gesamtes eingesetztes Kapital.

Bei einem Differenzkontrakt kann der Anleger sogar in eine Nachzahlungspflicht kommen, die ein Vielfaches des eingesetzten Kapitals beträgt. In den USA sind Differenzkontrakte sogar gänzlich verboten, auch die deutsche Finanzaufsicht Bafin erwägt ein Verbot.

Das Risiko, Opfer krimineller Handlungen, insbesondere von Betrug und Untreue, zu werden, ist hier besonders hoch. Eine etwaige Rechtsdurchsetzung oder Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen kann sich in weiterer Folge als besonders schwierig oder gar unmöglich erweisen.

Jedenfalls: Jeder Anleger sollte sich vor Wertpapiergeschäften umfassend über Chancen und Risiken dieser Geschäfte informieren. Mangelt es dem Anbieter an der Berechtigung, sollten die Alarmglocken läuten. Wer keine transparenten und verständlichen Informationen bereitstellt, hat dafür meist einen Grund.

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