Finanzloch: Heta fehlen 7 Milliarden Euro

Finanzloch: Heta fehlen 7 Milliarden Euro

Heta-Vorstandschef Sebastian von Schoenaich-Carolath.

Der Heta, Abbaueinheit der Hypo Alpe Adria, hat 2014 7,9 Milliarden Euro Verlust gemacht. Damit fehlen ihr nun sieben Milliarden Euro: Ihre Vermögenswerte sind auf 9,6 Milliarden Euro geschrumpft während die Verbindlichkeiten 16,6 Milliarden Euro ausmachen. Das Finanzministerium beeilte sich am Abend zu versichern, dass Steuerzahler dafür nicht zur Kasse gebeten werden. Damit müssen die Gläubiger für die Lücke aufkommen.

Gläubiger sind viele große Banken und Finanzinstitute, insbesondere aus Deutschland. Die Finanzmarktaufsicht muss über einen Schuldenschnitt entscheiden. Sie hat dafür bis 31. Mai 2016 Zeit. Dann läuft ein Zahlungsmoratorium für die Schulden der Heta aus. Wie hoch dieser Schuldenschnitt ausfallen wird, ist noch offen. Nach heute veröffentlichter Bilanz decken die Guthaben nur 58 Prozent der Schulden.

Heta-Vorstandschef Sebastian Schoenaich-Carolath sagte am Abend, er wolle die vorhandenen Vermögenswerte eher rasch veräußern, denn "die Assets werden nicht besser". Die Bilanz zeichne ein "heute realistisches Bild" der Lage, auch wenn die damit verbundenen Abwertungen ein "schmerzhafter Schritt auf dem Weg zum Ende der Hypo" seien.

Die Überprüfung der Vermögen (Asset Quality Review) hat ergeben, dass die Heta um 3,3 Mrd. Euro weniger Werte besitzt als zuletzt gedacht. Außerdem müssen für den Verkauf der Balkantöchter 1,7 Mrd. Euro und für den Verkauf der Italien-Tochter 1,3 Mrd. Euro beiseitegelegt werden.

Die Überschuldung der Heta liegt mit 7 Mrd. Euro am oberen Ende der befürchteten Bandbreite von 4 bis 7,6 Mrd. Euro. Die Wirtschaftsprüfer haben nur ein eingeschränktes Testat erteilt. Die Einschränkung bezog sich auf eine Bürgschaftsvereinbarung mit der Republik über 200 Mio. Euro.

Die Ungleichheit wuchs auch 2017 weiter. Weltweit gibt es bereits über 2.000 Milliardäre.

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