Die 4 größten Fehler bei der Unternehmensnachfolge

Die 4 größten Fehler bei der Unternehmensnachfolge

Wenn der Senior nicht loslassen kann, ist bei Firmenübergaben finanziell oft Feuer am Dach.

Die eigene Firma weiterzugeben, ist selbst für gewiefte Unternehmer oft Neuland. Dabei wird oft viel Kapital vernichtet. Die wichtigsten Gründe, warum bei der Übergabe mittelständischer Betriebe vieles schief geht.

Eine schlecht geregelte Unternehmensnachfolge kann für die Beteiligten richtig ins Geld gehen. Laut der aktuellen Untersuchung des deutschen NachfolgerForums BMS werden durch Fehler bei der Übergabe jährlich Unternehmenswerte in Milliardenhöhe vernichtet.

Milliarden an Euros vernichtet


Für die Studie wurden 100 mittelständische Firmen befragt. Demnach wurden durch gescheiterte oder fehlerhafte Nachfolgen mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr an Unternehmenswert in Deutschland vernichtet, schätzen 60 Prozent der Befragten. Ein Viertel geht sogar von Firmenwerten im Wert von über 100 Milliarden Euro aus. „In der Realität werden es jedes Jahr ein zig paar Milliarden sein, die der deutschen Wirtschaft verloren gehen, weil es nicht gelingt, eine geordnete Nachfolgeregelung im Unternehmen zu erreichen“, schätzt BWS-Chef Peter Hertweck.

Die Gründe für Fehler bei der Übergabe:


1. Streit
Häufigste Ursache für Fehler bei der Weitergabe sind laut Umfrage in erster Linie Streit in der Familie (43 Prozent).
2. Senior mischt sich immer wieder ein
In einem Drittel aller Fälle liegt das daran, dass der Senior nicht loslassen kann oder will.
3. Plötzlicher Tod des Seniors
In 35 Prozent der Fälle kommt es zu einem ungeordneten und häufig chaotischen Übergang, weil der Senior plötzlich erkrankt oder stirbt, ohne seine Nachfolge ausreichend geregelt zu haben.
4. Unternehmerische Gründe
Erst an vierter Stelle auf der Skala des Scheiterns stehen unternehmerische Gründe, wie der Wandel des Geschäftsmodells, das es unmöglich macht, eine Firma in die nächste Generation zu führen (29 Prozent aller Fälle, Mehrfachnennungen waren erlaubt).

Probleme bei der Finanzierung sind die Ausnahme
Finanzierungsprobleme und Konflikte zwischen Nachfolgern und Kapitalgebern sind hingegen die Ausnahme. Die bereiten laut Untersuchung nicht einmal in zehn Prozent der Fälle ernsthafte Schwierigkeiten bereiten.

80 Prozent der Übergaben erfolgreich
Allen Hürden zum Trotz finden rund 80 Prozent aller Unternehmensnachfolgen einen glücklichen Ausgang, meinen 40 Prozent der von BWS Befragten. 39 Prozent gehen laut Umfrage davon aus, dass in immerhin der Hälfte aller Fälle eine Lösung gelingt.


Vielen fehlt Erfahrung bei der Übergabe

„Gewiefte Unternehmer, die eine Firma ihr Leben lang erfolgreich aufbauen, sammeln viele wertvolle Erfahrungen – aber häufig fehlt ihnen die entscheidende Erfahrung der Firmenübergabe an die nächste Generation“, sagt BWS-Chef Peter Hertweck. Aus diesem Grund hat er gemeinsam mit mittelständischen Unternehmensinhabern das BWS NachfolgerForum ins Leben gerufen. Es dient vor allem dem vertraulichen Erfahrungsaustausch und Know-how-Transfer für Unternehmensverkauf und strategisches Wachstum.

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