Familiy-Business Trump: Milliarden-Deal mit China

Familiy-Business Trump: Milliarden-Deal mit China

Family Business: US-Präsident Donald Trump und mit seinem Berater und Schwiegersohn Jared Kushner.

War China aus Sicht von US-Präsident Donald Trump bis vor kurzem noch böse für die US-Wirtschaft, so dürfte sich die Stimmungslage nun rasch geändert haben. Ein Deal einer Company von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wirft viel Fragen auf. Vor allem, weil Kushner gleichzeitig enger Berater von Trump ist. Experten sprechen von ungewöhnlich vorteilhaftem Geschäft.

Washington. US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Wahlkampf gegen China gehetz. Und auch nach der Wahl zum Präsidenten ging die Hetze und Provokation gegen Chinas Wirtschaft und Staatsführung weiter. seit gut einer Woche hatte sich US-Präsident Trump merklich zurück gehalten.

Das dürfte nicht von ungefähr kommen. Denn eine Firma der Familie von Jared Kushner, dem Schwiegersohn und engen Berater von US-Präsident Donald Trump, soll einem US-Medienbericht zufolge mehr als 400 Millionen Dollar (375 Millionen Euro) aus einem Immobiliendeal mit einem chinesischen Unternehmen erhalten.

Ein vorteilhaftes Geschäft, wie sich nun herausstellt. Der Deal zwischen Kushner Companies und der chinesischen Anbang-Gruppe habe ein Gesamtvolumen von vier Milliarden Dollar, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Montag. Immobilienexperten sprechen dem Bericht zufolge von einem ungewöhnlich vorteilhaften Geschäft für die Kushners.

Der Zuckerkredit

Wie Bloomberg berichtete, soll Kushner Companies unter anderem lediglich 50 Millionen Dollar von einem 250-Millionen-Dollar-Darlehen zurückzahlen müssen. Zudem sei eine Beteiligung an einer "neuen Partnerschaft" vorgesehen und die Refinanzierung von Immobilienkrediten.

Bei dem Geschäft geht es um den Verkauf eines Wolkenkratzers an der eleganten New Yorker Fifth Avenue. Dem Bericht zufolge steigt der Wert des Gebäudes mit dem Deal auf 2,85 Milliarden Dollar - der höchste Wert für ein einzelnes Gebäude im wohlhabenden Manhattan.

Die Interessenskonflikte

Anbang hat dem Bericht zufolge "unklare Verbindungen zum chinesischen Machtgefüge". Frühere Investitionen der Unternehmensgruppe in den USA hätten "Fragen zur nationalen Sicherheit" aufgeworfen. Die Inhaberverhältnisse der Gruppe sind unklar. Im Ausland bekannt wurde Anbang etwa durch den Erwerb des berühmten Waldorf Astoria Hotels in New York.

Ein Sprecher von Kushner Companies wies einen Interessenskonflikt von Jared Kushner zurück, der als enger Berater Trumps tätig ist. Trumps Schwiegersohn habe seine Beteiligung an dem Wolkenkratzer bereits verkauft. Auch Trumps eigene Geschäftsbeziehungen nach China hatten Warnungen ausgelöst. Der US-Präsident könne gegen die US-Verfassung verstoßen und sich Vorwürfen von Interessenskonflikten aussetzen.

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