Familienbonus: Steuerzuckerl ab 2019 kostet rund 2 Milliarden

Entgegen der Beteuerungen, der Familienbonus "rechne sich von selbst" hat das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO errechnet, dass der steuerliche Familienbonus das Budget von 2019 bis 2022 um rund zwei Milliarden Euro belasten wird.

Familienbonus: Steuerzuckerl ab 2019 kostet rund 2 Milliarden

Mit dem Familienbonus hat die Bundesregierung im Juli ein Steuergeschenk für Familien mit Kindern beschlossen. Ab dem 1. Jänner 2019 können demzufolge Familien pro Kind und Jahr einen Absetzbetrag von bis zu 1.500 Euro geltend machen, sofern ausreichend Einkommensteuer bezahlt wurde. Bei Familien mit Jugendlichen über 18 Jahre beträgt die Entlastung bis zu 500 Euro im Jahr, solange Familienbeihilfe bezogen wird.

Für gering verdienende Alleinerzieher- und Verdiener ist ein Kindermehrbetrag von zumindest 250 Euro pro Kind vorgesehen. Der Familienbonus kann ab einem Bruttoeinkommen von etwa 1.700 Euro bei einem Kind voll ausgeschöpft werden.

Beim Beschluss des Familienbonus wurde erklärt, dass sich dieser von selbst rechne, neuen Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO zufolge wird das jedoch nicht der Fall sein.

Dem WIFO zufolge wird die Maßnahme den privaten Haushalten von 2019 bis 2022 insgesamt eine Entlastung in Höhe von rund 4,8 Milliarden Euro bringen, was einen Steuerausfall in der gleichen Höhe bedeutet. Der erwartete steigende Konsum und daraus resultierende höhere Steuereinnahmen dürften die Milliarden-Lücke etwas verringern, da aber keine Gegenfinanzierungsmaßnahmen geplant wurden wird das Budget durch den Bonus aber bis 2022 um 1,96 Milliarden Euro belastet.

Selbstfinanzierungseffekt mildert Budgetlast

Die Kosten werden sich laut WIFO aber aufgrund von Selbstfinanzierungseffekten dennoch nicht zur Gänze auf den Staatshaushalt niederschlagen. Das WIFO geht davon aus, dass durch den Bonus der private Konsum und die Wirtschaftsleistung anziehen werden und sich in der Folge auch wieder höhere Steuereinnahmen ergeben. Ein weiterer Effekt soll ein Anstieg des Preisniveaus - also eine höhere Inflation - aufgrund der steigenden Nachfrage sein.

Die durch den Familienbonus ausgelöste zusätzliche Nachfrage beim Konsum werde zu Mehreinnahmen an direkten und indirekten Steuern und auch an Sozialabgaben führen, so die Annahme - und damit für eine teilweise Selbstfinanzierung sorgen.

Auch die Beschäftigung soll zunehmen, die Arbeitslosigkeit sinken. Die WIFO-Berechnungen zeigen, dass nach vier Jahren (2022) das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber einem Modell ohne Steuerentlastung um kumuliert 0,3 Prozent, die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse um 11.000 (+0,3 Prozent) und die Reallöhne pro Kopf um +0,15 Prozent gestiegen sein werden.

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