FACC zieht Großauftrag von Airbus an Land

Der oberösterreichische Flugzeugausstatter FACC hat einen Großauftrag von Airbus an Land gezogen. FACC wird Leitwerkskomponenten für den A 220 liefern. Die Aktie hebt ab.

Robert Machtlinger, CEO FACC

Robert Machtlinger, CEO FACC

Der börsennotierte oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC (AT00000FACC2) wird künftig die Steuerung bei Airbus übernehmen. Zumindest zum Teil: Er liefert die Leitwerkskomponenten für die A220-Flugzeuge. Die Höhen- und Seitenruder dienen zur Steuerung und Stabilisierung des Flugzeugs in der Luft und spielen daher eine zentrale Rolle beim Flugbetrieb des Airbus A220. Dementsprechend hoch und komplex sind die technischen Anforderungen bei der Fertigung. Ein entsprechender Vertrag wurde im FACC-Werk in St. Martin im Innkreis im Bezirk Ried unterzeichnet.

FACC und Airbus haben Stillschweigen über den Auftragswert vereinbart, das Volumen wird im dreistelligen Millionenbereich liegen, hieß es lediglich von FACC-CEO Robert Machtlinger. Sein Unternehmen ist für den Lebenszyklus des A220 mit erwarteten weit über 1.000 Flugzeugen der Alleinlieferant für das Seiten- und das Höhenruder. Die ersten Bauteile sollen Anfang 2022 ausgeliefert werden.

Umweltfreundlicher Jet

Airbus Chief Procurement Officer Jürgen Westermeier lobte den A220 als einen mit um 25 Prozent weniger Treibstoffverbrauch und somit niedrigen Betriebskosten hocheffizienten Regionaljet mit nur einem Kabinengang für 100 bis 150 Passagiere mit den breitesten Sitzen in der Economy-Klasse und geringem Lärmpegel. Derzeit gehe man von 5 erzeugten Flugzeugen pro Monat aus, bis Mitte des Jahrzehntes sollen es 14 sein. Er wies darauf hin, dass Österreich obwohl es keine eigene Luftfahrtindustrie habe, insgesamt rund 100 Zulieferer mit einem Umsatz von zuletzt 350 Millionen Euro aufweise.

Ein Airbus A220-300 im Flug.

Ein Airbus A220-300 im Flug.

Machtlinger bezeichnete den Airbus-Auftrag als besonders wichtig für FACC. Er sei ein deutliches Zeichen, dass sich die Flugzeugindustrie stabilisiert habe. Rund 100 hochwertige Arbeitsplätze würden damit geschaffen. Außerdem werde dadurch die Expertise des Unternehmens im Bereich zentraler Flugteile erweitert. Rund 15 Millionen Euro habe man in das Projekt investiert. „Technologieführerschaft sowie der Einstieg in komplexere Flugzeugstrukturen ist ein zentrales Thema in der Flugzeugindustrie, mit dem wir uns seit Jahren intensiv beschäftigen. FACC hat durch forcierte Forschungs- und Entwicklungsarbeit eine internationale Vorreiterrolle erlangt“, so Robert Machtlinger. „Das ist sicher ein wesentlicher Grund dafür, dass Airbus nun das Knowhow der FACC bei den Leitwerkskomponenten des A220 nutzt“.

Erfolgs-Kooperation

1981, also vor 40 Jahren, setzte Airbus als erstes Unternehmen auf FACC - damals noch als Entwicklungsabteilung von Fischer Ski. Das erste Produkt war eine Stützstange für die Fußbodenquerträger des A300. Inzwischen sei man mit Leichtbauteilen in 45 Einzelprojekten in allen sechs Flugzeugplattformen vertreten.

Machtlinger erinnerte noch an die im August veröffentlichten Geschäftszahlen von FACC. Für das Gesamtjahr rechne man mit 500 Millionen Euro Umsatz mit rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 41 Nationen an 13 internationalen Standorten. Die Aktie der FACC zog als Folge des Airbus-Auftrags kräftig an und legte um rund7,5 Prozent zu.

Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer kommentierte die Vertragsunterzeichnung mit "Freudentag". Die Produktion der Leitwerke für A220 möge ein Symbol für "nach oben steuern" und "Höhenflug" sein. FACC repräsentiere Oberösterreich als internationalen Standort. Das Land habe gegenüber derartigen Unternehmen dabei die Verantwortung für Bildung, moderne Ausstattung der Bildungseinrichtungen und Bildungspläne.

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