Exportnachfrage zieht an, Wirtschaft erholt sich weiter

Weltweit ziehen die Wirtschaft und die Industrieproduktion an. Das belebt auch den Export der heimischen Wirtschaft. Das WIFO sieht in der aktuellen Lage eine anhaltend positive Entwicklung. Nationale und auch internationale Stimmungsindikatoren haben mehrjährige Höchstwerte erreicht.

Exportnachfrage zieht an, Wirtschaft erholt sich weiter

Es geht weiter aufwärts mit der heimischen Wirtschaft. Das Wachstum hat im ersten Quartal des Jahres 2017 weiter angezogen. Der neuen WIFO-Schnellschätzung zufolge ist das BIP gegenüber der Vorquartal um 0,6 Prozent gestiegen. Österreichs Unternehmen profitierten von einer allgemein besseren globalen Wirtschaftslage, die die Exportnachfrage und die Industriekonjunktur beflügelte.

In den ersten drei Monaten des Jahres war das Wachstum mit in Österreich mit 0,5 Prozent so hoch wie im Durchschnitt des Euro-Raumes. EU-weit gibt es allerdings einen leichten Dämpfer. Während im Euro-Raum die Dynamik von Ende 2016 anhielt, ging in der EU das Wachstum leicht zurück. Hier spielt wohl auch der anstehende Brexit eine Rolle, denn In Großbritannien wuchs die Wirtschaft nur um 0,3 Prozent.

Verbraucher- und Unternehmensumfragen hatten die gute Entwicklung bereits angedeutet. Die damit gemessenen Indikatoren steigen seit mehreren Monaten und erreichten im April in vielen Bereichen Höchstwerte. Die gute Konjunktur sollte deshalb in Österreich sowie im Euro-Raum und der EU insgesamt anhalten, auch wenn die tatsächliche Entwicklung nicht so dynamisch verläuft wie die Umfrageergebnisse vermuten ließen.

Konsumenten weiter in Kauflaune

Wieder einmal waren die die Konsumausgaben der privaten Haushalte eine wichtige Wachstumsstütze, das zeigen auch die lebhaften Geschäfte des Handels. Die positiven Effekte der Steuerreform, die den Handel und den Konsum schon das ganze Jahr 2016 gestützt hatten, wirkten auch zu Jahresbeginn 2017 weiter, die Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern war in den ersten drei Monaten des Jahres weiter sehr robust.

Auch die steigende Inflation trübte die Nachfrage nicht. Der Inflation lagen jedoch vor allem die anziehenden Rohöl- und Rohstoffpreise zugrunde. Nach einem Anstieg des VPI um 2,2 Prozent im Februar sank die Inflationsrate mit den Rohölpreisen im März auch wieder leicht auf 2,0 Prozent. Neben den Treibstoffpreisen ergeben sich nach wie vor starke preistreibende Effekte auch in der Ausgabengruppe "Restaurants und Hotels".

Der WIFO-Konjunkturtest zeigt eine anhaltend optimistische Konjunkturbeurteilung der österreichischen Unternehmen, auch der WIFO-Frühindikator erhöhte sich in der April-Auswertung neuerlich. Im Tourismus ist man mit dem Verlauf der Wintersaison 2016/2017 jedoch nicht ganz glücklich. Man spricht in der Branche von einer ungünstigen Schneelage und negativen Kalendereffekten.

Aufgrund der guten Konjunkturlage verbesserte sich die Arbeitsmarktlage weiter. Die Zahl der unselbständig aktiv Beschäftigten stieg im April in ähnlichem Ausmaß wie im März (+1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr laut Schätzungen des BMASK). Gleichzeitig sank die Zahl der Arbeitslosen. Im April waren 337.923 Personen beim AMS als arbeitslos gemeldet. Nach österreichischer Berechnungsmethode lag die Arbeitslosenquote saisonbereinigt im April wie im Vormonat bei 8,7 Prozent.

Weltkonjunktur zieht an

Die Weltkonjunktur gewann in den letzten Monaten deutlich an Schwung. Vor allem in Ostasien stieg die Importnachfrage rasant, aber auch die Festigung der Nachfrage aus Russland und Brasilien trägt zum Aufschwung bei. Die weltweite Industrieproduktion expandierte im Februar erneut, mit Impulsen sowohl aus den Industrieländern als auch aus den Schwellenländern. Mit der Belebung der internationalen Nachfrage zogen die Rohstoffpreise im I. Quartal wieder stärker an.

In den USA verlangsamte sich hingegen das Wachstum im I. Quartal. Vor allem die Ausgaben der privaten Haushalte, welche in den vergangenen Quartalen das Wachstum gestützt hatten, entwickelten sich gedämpft. Die Abschwächung könnte jedoch zum Teil auf Probleme in der Saisonbereinigung zurückgehen und daher weniger stark ausgefallen sein als ausgewiesen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin gut. Wenngleich sich die Stimmungsindikatoren im April etwas eintrübten, befinden sie sich auf anhaltend hohem Niveau.

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