US-Wirtschaft boomt - Preise schießen in die Höhe

Die US-Wirtschaft ist bereits inmitten eines kräftigen Aufschwungs. Für Österreichs Wirtschaft bietet das aus der Corona-Pandemie heraus neue Chancen.

US-Wirtschaft boomt - Preise schießen in die Höhe

Der Außenhandel Österreichs mit den USA (nach Deutschland der zweitwichtigste Exportpartner) litt unter den Folgen der Pandemie. Die Nachfrage ist infolgedessen gesunken.

Die Exporte in die USA sind um 9,2 Prozent zurück gegangen, die Importe aus den USA um 25.7 Prozent. Begünstigt durch diese Entwicklung konnte der Handelsbilanzüberschuss in die USA um knapp 1 Milliarde Euro zulegen. Österreichische Exporteure haben im Jahr 2020 Waren im Wert von 9,3 Mrd. Euro in die USA exportiert, während gleichzeitig Güter um 5,3 Milliarden Euro aus den Vereinigten Staaten importiert wurden.

US-Preise heben im Rekordtempo ab

Das Preisniveau steigt indes - sowohl für Exporte als auch für Importe der US-Wirtschaft. Im Mai haben die US-Exporteure die Preise kräftig erhöht. - und zwar so stark wie noch nie. Um 17,4 Prozent verteuerten sich die Exporte der USA im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist das größte Plus seit Beginn dieser Statistik 1983.

Und auch die US-Importe wurden teurer: Um satte 11,3 Prozent legten die Preise für importierte Produkte zu. Das ist so viel wie zuletzt im September 2011.

Mit Beginn der Coronapandemie vor einem Jahr sind die Preise in den Keller gerauscht. Dank der erheblichen Impffortschritte zieht die Konjunktur der weltgrößte Volkswirtschaft inzwischen wieder kräftig an. Der Aufschwung treibt die Preise hoch - unter anderem auch für Ölimporte. Dazu kommt noch, dass Engpässe durch gestörte Lieferketten ebenso die Preise hoch treiben.

US-Inflation liefert neuer Geldpolitik Argumente

Die Inflation in den USA steigt deshalb stärker als ohnehin schon erwartet. Die Verbraucherpreise kletterten im Mai um 5,0 Prozent zum Vorjahresmonat. Das ist die höchste Inflationsrate seit 2008.

Die US-Notenbank (Fed) gerät zunehmend unter Druck. Die seit Jahren praktizierte lockere Geldpolitik könnten die Notenbanker nun doch überdenken. Mit massiven Geldspritzen von monatlich 120 Mrd. Dollar (99,11 Mrd. Euro) päppelt sie die US-Wirtschaft auf, die nach der Krise aber wieder in Schwung gekommen ist. Sie hat als Richtschnur vorgegeben, an den Anleihenkäufen im bisherigen Umfang so lange festzuhalten, bis erhebliche Fortschritte am Arbeitsmarkt erreicht sind.

Die 5 wichtigsten Kennzahlen der US-Wirtschaft

2018 2019 2020 (f) 2021(f)
BIP-Wachstum (%) 3,0 2,2 -3,5 5,7
Inflation (Jahresdurchschnitt in %) 2,4 1.8 1,3 2,8
Budgetdefizit (in Prozent vom BIP) -3,8 -4,6 -14,9 -13,8
Leistungsbilanz (in Prozent vom BIP) -2,2 -2,2 -3,1 -3,3
Staatsschulden (in Prozent vom BIP) 106,6 108;2 132,4 137,8
(f): Prognose *Fiskaljahr vom 1. Oktober bis 30. September. 2021 Data: FY 2020/21 Quelle: Coface

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